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Das Wildnisgebiet

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Haus der Wildnis

Dem Urwald so nah wie nie! Das Haus der Wildnis und seine Ausstellunggeben dank moderner Technik einmalige Einblicke in den größten Urwald des Alpenbogens.

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Klimapartnerschaft

Die Belastung unseres Planeten auf ein global verträgliches Maß zu senken, ist die größte Herausforderung dieses Jahrhunderts.

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Information

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

So funktioniert's

Wir setzen regionale Schutzmaßnahmen gegen den Klimawandel und schaffen zugleich Lebensraum für weitere bedrohte Lebewesen. Eine der zentralen Maßnahmen hierbei ist die Außernutzungsstellung von Flächen, die das ausgestoßene CO2 langfristig binden und die Biodiversität erhöhen. Unsere Vision ist, dass möglichst viele Menschen und Unternehmen unsere Arbeit unterstützen und die Wirkung damit vervielfachen.

Ablauf

Berechnungsmethode

Für jede renaturierte Fläche erfolgt eine spezifische Bewertung der CO2-Senkleistung.

Aus unserer Sicht erfordern Klimaschutzprojekte strenge Mindestanforderungen, um tatsächliche Klima mildernde Wirkungen von purem "Greenwash" unterscheiden zu können. Allen voran muss die Wirkung der Maßnahmen tatsächlich physikalischer Natur sein, damit unterm Strich eine Entlastung der Welt von menschlichen Einflüssen erwirkt werden kann (Nettowirkung für die Welt). Dazu braucht es sowohl nachvollziehbare transparente Berechnungen für die Mengen an kompensierten Klimagasen, als auch der potentiellen entgangenen Substitutionswirkungen.

Daher erfolgt für eine spezifische Bewertung der CO2-Senkleistung. Dieser Bewertung liegt eine sehr konservativen Berechnungsmethode zugrunde, die sich auf den minimalen Holzzuwachs sowie die Bodeneinspeicherung vor Ort bezieht. Es muss davon ausgegangen werden, dass die reale Speicherleistung signifikant höher ist, als unsere Berechnungen aufgrund der bisher vorhandenen Datenbasis suggeriert. Daher wird in den kommenden Jahren die Bewertungsmethode kontinuierlich an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst.

Zur besseren Nachvollziehbarkeit der Berechnungsmethode wurde gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten auf den niederösterreichischen Flächen des UNESCO Weltnaturerbes Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal nach derzeitigem Wissenstand die oberirdische Speicherungsfähigkeit ermittelt. Auf Basis der Studie des österreichischen Umweltbundesamtes wurden die in den Boden eingespeicherten CO2-Mengen ergänzt.

Stellungnahmen

Sämtliche Annahmen, auf denen die Initiative fußt, sind wissenschaftlich fundiert und von internationalen Expert*innen validiert. Dadurch soll die Netto-Wirkung der Kompensation auf das Klima sicher gestellt werden. Für weitere Informationen klicken Sie auf den nachfolgenden Button.

Stellungnahmen lesen

Zertifizierungsprozess

Klimapartner*innen erhalten ein Gütesiegel, das nach aktuellem Wissensstand die Kompensation bestätigt.

Derzeit fehlen sowohl nationale als auch internationale, verbindliche Rechtsmaterien, die die CO2-Zertifizierung regeln würden. Daher stützen sich alle Zertifizierungsmodelle entweder auf das Kyoto-Abkommen aus dem Jahr 1997 oder das Klimaabkommen von Paris aus dem Jahr 2015. Derzeit vorhandene Zertifizierungsmodelle werden ausschließlich von privaten Organisationen entwickelt und getragen. Der Zertifizierungsprozess der Klimapartnerschaft.at wird in Form eines Vertragsklimaschutzes und Vergabe eines Gütesiegels durchgeführt. Die Unternehmen gehen dabei mit dem Wildnisgebiet eine vertraglich abgesicherte Partnerschaft ein, deren Leistungen über die ausschließliche Zertifizierung hinausreichen.

Mit folgenden Schritten wird die Glaubwürdigkeit des Klimaschutzangebotes im Wildnisgebiet sichergestellt:

  1. Festlegung einer Berechnungsmethode mit Expert*innen. Jede weitere Verfeinerung der Methode wird umgehend auf dieser Homepage publiziert. Die Berechnung der CO2-Speicher-Kapazität im Wildnisgebiet wurde vorerst ausschließlich auf Basis des Zuwachses ermittelt. Sobald es belastbare Daten auch unter Einbeziehung von Totholz und Humusbildung gibt, wird die Berechnungsmethode angepasst.
  2. Beurteilung der errechneten Werte durch unabhängige, international tätige Expert*innen.
  3. Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer.  

Erst wenn diese Schritte durchlaufen sind, kommt es zur Vergabe unseres Gütesiegels.

Einsatz lukrierter Geldmittel

Besonders wichtig ist für uns eine transparente und nachvollziehbare Verwendung der eingesetzten Geldmittel. Zusätzlich ist es unser ehrgeiziges Ziel, die durch uns und unsere Partner eingesparten Klimagase in einem zukünftigen CO2 Handelssystem auch rechtlich anrechenbar zu machen.

  1. Die aus der CO2-Bindung lukrierten Gelder werden für die Weiterentwicklung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal sowie für die Etablierung von zusätzlichen naturschutzrelevanten Flächen eingesetzt. Um auch den Generationen nach uns intakte Ökosysteme zu hinterlassen, sind der Erhalt von großen, naturnahen Flächen von immanenter Bedeutung. Aus der Nutzung genommene Flächen können umgehend zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre binden und haben damit direkt eine positive Klimawirkung. Ausgestoßene CO2 Emissionen werden spätestens bis zur angestrebten klimaneutralen Wirtschaft 2050 kompensieret und langfristig gebunden, sowie die Biodiversität erhöhen. Da die Ausgleichsflächen langfristig gesichert sind, werden die Ökosystemleistungen über die Laufzeit der Partnerschaft hinaus erbracht.
  2. Eines der erklärten Ziele von internationalen Wildnisgebieten ist der Erkenntnisgewinn durch Forschungsarbeiten. Speziell zu den Themen Biodiversität und CO2-Speicherleistungen des Waldes sind gemeinsam mit Grundeigentümern und Universitäten Forschungsaktivitäten angedacht. Für weitere Vorgehensweisen im Umgang mit Waldökosystemen ist eine weitere Erforschung der Rolle von Totholz, Bodenleben, sowie der Vernetzung im Wald, speziell im Zusammenhang mit CO2, von größter Bedeutung.
  3. Weiters wird in die Bildungsarbeit der Schutzgebietsverwaltung investiert, um Menschen das Werkzeug in die Hand zu geben, die Klimakrise und das Artensterben zu bewältigen.
Leistungen des Wildnisgebiets ansehen

FAQ

Wie lange gilt die Klimapartnerschaft und die dazugehörige Kompensation?

Die Kompensation umfasst sämtliche Emissionen, die das Unternehmen in einem Jahr verursacht hat. Diese Emissionen werden auch dauerhaft gebunden. Verursacht ein Unternehmen im nächsten Jahr weitere Emissionen, müssen diese zusätzlich kompensiert werden.

Was passiert, wenn der Vertragspartner seinen Betrieb/Konzern erweitert und damit sein CO2 Äquivalent steigt?

Prinzipiell kompensiert der Vertragspartner nur die Menge an CO2, die im Vertrag festgelegt wurde. Falls ein Unternehmen weitere Emissionen kompensieren möchte, kann dies separat vereinbart werden.

Haben alle Klimapartner einen pauschalen Vertrag oder gibt es einen gesonderten Vertrag für jeden einzelnen Partner?

Um die Einhaltung der hohen Anforderungen der Klimapartnerschaft gewährleisten zu können, gibt es einen Mustervertrag. Dieser Vertrag wird aber für jeden Partner im Detail angepasst, um ein ideales Ergebnis erzielen zu können.

Was geschieht, wenn der Klimapartner den Vertrag verletzt oder mehr CO2 als angegeben produziert?

Die konkreten Folgen einer Vertragsverletzung werden bereits im Vorhinein im Vertrag geregelt. Unser Gütesiegel unterscheidet nur zwischen einer CO2-Voll- und Teilkompensation. Dementsprechend wird eine etwaige Vollkompensation auf eine Teilkompensation herabgestuft.

Ist die Klimapartnerschaft steuerlich absetzbar?

Bei der Klimapartnerschaft handelt es sich nicht um eine Spende. Im Zuge der Partnerschaft tätigt ein Unternehmen jedoch absetzbare Ausgaben.

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