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Das Wildnisgebiet

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Erleben

Exkursionen in das Wildnisgebiet bieten die Möglichkeit die Wildnis hautnah zu erleben.

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Über uns

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

Umweltforschung 2.0: Forschung im Gelände erleben

Wildnisgebiet
Projekt
Exkursionen ins Wildnisgebiet und an den Lunzer See machten Forschung für Schüler*innen unmittelbar erlebbar. Ein Starkregenereignis während einer Exkursion zeigte dabei eindrucksvoll, wie rasch sich Umweltbedingungen verändern können

Im Herbst 2026 wurde das Projekt „Umweltforschung 2.0“ um einen wichtigen Baustein erweitert: die praktische Forschungserfahrung im Freiland. Neben den Workshops im Frühjahr 2026 erkundeten nun Schüler*innen der Mittelschulen Lunz am See und Gaming das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal. Volksschulklassen aus Lunz am See, Gaming und Göstling forschten gemeinsam mit dem WasserCluster Lunz am Lunzer See.

Im Wildnisgebiet lernten die Jugendlichen moderne Methoden der Umweltforschung kennen. An mehreren Stationen erfuhren sie, wie Forschende mit Fotofallen Wildtiere dokumentieren, Fledermäuse mittels Batcorder erfassen und Salamanderbestände im Rahmen des Bsal-Monitorings untersuchen. Dabei standen nicht nur wissenschaftliche Methoden im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie Forschung zum Schutz bedrohter Arten und Lebensräume beiträgt.

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Mit dem Batcorder lernten die Schüler*innen, wie Fledermäuse über ihre Ultraschallrufe erfasst und wissenschaftlich untersucht werden können. ©Wildnisgebiet/Katharina Pfligl

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An einer Forschungsstation übten die Schüler*innen, wie Salamander im Rahmen des Bsal-Monitorings untersucht werden und warum Hygienemaßnahmen zum Schutz der Tiere wichtig sind. ©Wildnisgebiet/Katharina Pfligl

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Die Exkursionen am Lunzer See mit den Volksschulen Lunz am See, Gaming und Göstling ergänzten dieses Verständnis um den Lebensraum Wasser. Gemeinsam mit dem WasserCluster führten die Schüler*innen Messungen zur Sichttiefe durch, entnahmen Wasserproben aus verschiedenen Tiefen des Sees und untersuchten Planktonproben. Im Seelabor lernten sie außerdem die Schichtung eines Sees sowie die Vielfalt der im Wasser lebenden Organismen kennen. ‍

Am Lunzer See erhielten die Schüler*innen Einblicke in die Gewässerforschung und führten eigene Untersuchungen zu Wasserqualität und Plankton durch. ©WasserCluster Lunz
Im Seelabor erforschten die Schüler*innen die Schichtung des Sees und lernten die Vielfalt der im Wasser lebenden Organismen kennen. ©WasserCluster Lunz

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Ein besonderes Erlebnis war die Exkursion der Mittelschule Lunz am See. Ein lokales Starkregenereignis zwang die Gruppe, das Programm im Wildnisgebiet vorzeitig abzubrechen. Die entstandenen Gruppenfotos, die nur zwei Wochen auseinanderliegen, veranschaulichen eindrucksvoll, wie rasch sich Wetterbedingungen und die Situation vor Ort und den verbundenen Arbeitsauftrag verändern können. Um die Erlebnisse zu besprechen, besuchte das Team des Wildnisgebietes die Klasse anschließend in der Schule in Lunz am See. Gemeinsam wurden die Beobachtungen reflektiert und mit aktuellen Erkenntnissen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und der GeoSphere Austria verknüpft. Die Schüler*innen konnten dadurch ein selbst erlebtes Wetterereignis mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über die zunehmende Häufigkeit von Starkregenereignissen in Österreich in Verbindung bringen.
Siehe auch unter "Starkregen hat deutlich zugenommen" und unter "Wasser im Klimawandel"

Zwei Exkursionen, zwei Wetterlagen: Die Aufnahmen der Mittelschulen Lunz am See und Gaming zeigen, wie unterschiedlich die Bedingungen bei Freilandforschung innerhalb kurzer Zeit sein können. ©Wildnisgebiet/Katharina Pfligl

Das Projekt zeigt, wie wertvoll die Verbindung von Workshop, Exkursion und eigener Forschungserfahrung ist. Natur wird dabei nicht nur erklärt, sondern direkt erlebt, beobachtet und wissenschaftlich hinterfragt. Die Exkursionen haben den Schüler*innen ermöglicht, Lebensräume kennenzulernen, Forschungsfragen nachzugehen und aktuelle Herausforderungen mit eigenen Beobachtungen zu verknüpfen.

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Interesse, Umweltforschung hautnah zu erleben?‍

Damit möglichst viele Kinder und Jugendliche solche Erfahrungen machen können, besteht auch weiterhin die Möglichkeit, Bildungsangebote im Rahmen von „Umweltforschung 2.0“ in Anspruch zu nehmen. Schulen können dabei über einen Kooperationszuschuss unterstützt werden. Die Förderung soll dazu beitragen, den Zugang zu Exkursionen, Forschungsangeboten und Naturerlebnissen zu erleichtern und wissenschaftliches Arbeiten bereits im Schulalter erlebbar zu machen.

Informationen zu Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen finden interessierte Schulen beim Haus der Wildnis unter Förderzuschuss für Schulprojekt. Schüler*innen erhalten dadurch die Möglichkeit, Forschung nicht nur kennenzulernen, sondern selbst Teil davon zu werden.

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Mehr Informationen zum Projekt Umweltforschung 2.0:

Frühjahr 2026: Wildnisgebiet - Umweltforschung 2.0

Herbst 2025: Wildnisgebiet - Umweltforschung 2.0

Wildnisgebiet - Projektstart "Umweltforschung 2.0"

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Titelfoto: ©Wildnisgebiet/KatharinaPfligl