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Das Wildnisgebiet

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Exkursionen

Exkursionen in das Wildnisgebiet bieten die Möglichkeit die Wildnis hautnah zu erleben.

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Über uns

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

Umweltforschung 2.0

Wildnisgebiet
Projekt
Wie entsteht wissenschaftliches Wissen? Und wie lassen sich Wald und Gewässer als Lernorte nutzen? Mit dem Projekt „Umweltforschung 2.0“ sammeln Schüler*innen aus der Region eigene Forschungserfahrungen und lernen, Naturphänomene systematisch zu beobachten, zu untersuchen und einzuordnen.

Im Schuljahr 2025/2026 wurde das Projekt „Umweltforschung 2.0“ mit Schulen aus Lunz am See, Göstling an der Ybbs und Gaming fortgeführt. Gemeinsam mit dem WasserCluster Lunz wurden Workshops entwickelt und durchgeführt, die Schüler*innen an wissenschaftliche Arbeitsweisen heranführen. Forschende begleiten die Einheiten, stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung und geben Einblicke in ihren Berufsalltag. Das Projekt wird von einem regionalen Netzwerk aus WasserCluster Lunz, der Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal und dem Technologieunternehmen Deckweiss getragen und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen von Talente regional gefördert.

Im Mittelpunkt des ersten Projektjahres stehen wissenschaftliches Verständnis und methodisches Arbeiten. Die Schüler*innen lernen, Beobachtungen von Vermutungen zu unterscheiden, Fragestellungen zu formulieren und Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Ein dunkler Himmel ist zunächst eine Beobachtung. Die Annahme eines bevorstehenden Sturms benötigt Belege. Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, genau hinzusehen, zu messen, zu vergleichen und nachvollziehbar zu dokumentieren.

Die Arbeit orientiert sich an grundlegenden Schritten der Forschung: Fragen stellen, Vermutungen entwickeln, Untersuchungen durchführen und Schlussfolgerungen ziehen. Dabei wird vermittelt, dass Erkenntnisse nie endgültig sind, sondern durch neue Daten und Methoden ergänzt oder verändert werden können.

Wissenschaftliches Verständnis und methodisches Arbeiten wird im Zuge des Projektes erlernt. ©WasserCluster Lunz

Als Lernorte dienen reale Lebensräume vor der Haustür. Im Wald beschäftigen sich die Schüler*innen mit den Zusammenhängen eines alten Waldes. Am Beispiel einer alten Buche wird sichtbar, wie Wurzeln, Bodenorganismen, Stamm, Krone und das umgebende Ökosystem miteinander verbunden sind. Untersuchungen an Gewässern richten den Blick auf ökologische Prozesse sowie die Wechselwirkungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt.

Die Workshops sind praxisorientiert aufgebaut. Die Schulklassen arbeiten selbstständig mit Forschungsmaterialien, führen Untersuchungen durch und diskutieren ihre Ergebnisse. Dabei wird deutlich, dass Forschung von Zusammenarbeit lebt und unterschiedliche Perspektiven zu neuen Fragestellungen führen können.

Erforschung des Lebensraumes Urwaldbaum. ©Wildnisgebiet/Katharina Pfligl
Umgang und Untersuchungen mit Fotofallen kennenlernen. ©Wildnisgebiet/Katharina Pfligl
Untersuchungen an Fließgewässern sind Teil der Workshops. ©WasserCluster Lunz
Biodiversität und ökologische Zusammenhänge spielerisch erlernen. ©Wildnisgebiet/Katharina Pfligl

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Schritt für Schritt werden Methodenkompetenz, Forschungsverständnis und die Fähigkeit gestärkt, komplexe Zusammenhänge zu erkennen und einzuordnen. Gleichzeitig soll Neugier geweckt und das Interesse an Naturwissenschaften gefördert werden.

Ein weiterer Baustein der Bildungsarbeit wurde am 24. Juni im Haus der Wildnis vorgestellt. Schüler*innen der IT-HTL Ybbs besuchten gemeinsam mit dem Unternehmen Deckweiss die Ausstellung und informierten sich über mögliche Projektarbeiten im Rahmen von „Umweltforschung 2.0“. Im Mittelpunkt standen Ansätze an der Schnittstelle von Naturschutz, Forschung und Digitalisierung. Vorgestellt wurden unter anderem Anwendungen zur automatisierten Bildklassifizierung, die bereits von einer Projektgruppe im Schuljahr 2025/2026 bearbeitet wurden und nun im Rahmen von Diplomarbeiten weiterentwickelt werden.

Schüler*innen der IT-HTL Ybbs zu Besuch im Haus der Wildnis. ©Wildnisgebiet/Christian Scheucher

Die Zusammenarbeit zeigt, wie Bildung, Forschung und Wirtschaft voneinander profitieren können. Neue Technologien eröffnen zusätzliche Möglichkeiten für die Forschung im Schutzgebiet und schaffen gleichzeitig praxisnahe Aufgabenstellungen für junge Menschen.

Förderhinweis: Das Projekt „Innovative Technologien und Methoden in der Umweltforschung: Wissenschaft für morgen (Umweltforschung 2.0)“ wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms Talente regional gefördert.

Titelfoto: Volksschule Göstling beim Workshop "Lebensraum Urwaldbaum" - Wildnisgebiet/Christian Scheucher