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Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Über uns

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

Lassen wir Luchse nicht ein zweites Mal aussterben

Wildnisgebiet
News
Gemeinsames Positionspapier zur Bestandsstützung des Luchses in den nördlichen Kalkalpen von Nationalpark Gesäuse, Nationalpark Kalkalpen und Wildnisgebiet unterzeichnet.

Die Direktoren des Wildnisgebiets Dürrenstein-Lassingtal, des Nationalparks Gesäuse und des Nationalparks Kalkalpen haben am 11. Februar 2026 ein gemeinsames Positionspapier zur Bestandsstützung des Luchses in den nördlichen Kalkalpen unterzeichnet.

Das vollständige Dokument steht hier als PDF zum Download bereit: Positionspapier

Die Lage ist ernst

In den österreichischen Alpen gibt es derzeit kein Luchsvorkommen mit regelmäßiger Reproduktion mehr. Seit 2018 wurde keine Fortpflanzung dokumentiert. Aktuell leben nur noch sieben Luchse in der Region – genetisch isoliert und überaltert.

Ohne gezielte Maßnahmen wird der Luchs in den nördlichen Kalkalpen verschwinden.

Das wäre kein Naturereignis – sondern die Folge von unserer Untätigkeit.

Wissenschaftlich fundierter Vorschlag

Auf Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen schlagen die Schutzgebiete die Freilassung von rund 20 genetisch nicht verwandten Individuen der Unterart Karpatenluchs (Lynx lynx carpathicus) vor.

Geeignete Tiere stehen aus internationalen Programmen sowie spezialisierten Zuchtprogrammen zur Verfügung. Ziel ist der Aufbau einer selbsttragenden Population mit genetischer Vernetzung zu benachbarten Vorkommen in Europa.

Gute Voraussetzungen sind gegeben

  • großflächige, überwiegend bewaldete Lebensräume
  • hohe Schutzgebietsanteile
  • wissenschaftlich bestätigte Habitat-Eignung
  • bestehende ökologische Korridore
  • breite gesellschaftliche Zustimmung

Der Luchs ist eine heimische Art und für den Menschen ungefährlich. Als Spitzenprädator erfüllt er eine zentrale ökologische Funktion und trägt zur Stabilisierung natürlicher Waldökosysteme bei. Daher ist diese Art auch für das Wildnisgebiet von großer Bedeutung.

Was fehlt, ist eine Entscheidung

Internationale Zusammenarbeit und geeignete Strukturen sind vorhanden.

Die Lebensräume sind geeignet.
Die wissenschaftliche Grundlage liegt vor.

Doch ohne eine verbindliche Entscheidung bleibt der Luchs in den Kalkalpen ohne Zukunft.

Nichtstun ist ebenfalls eine Entscheidung – mit irreversiblen Folgen für Biodiversität, genetische Vernetzung und die ökologische Zukunft der Alpen. Zudem würde ein weiteres Schutzgut des Europaschutzgebietes Ötscher Dürrenstein verloren gehen.

Unterzeichnung des Positionspapieres, © Andreas Hollinger
Positionspapier "Bestandsstützung des Luchses in den nördlichen Kalkalpen", © Andreas Hollinger

Das vollständige Positionspapier zur Bestandsstützung des Luchses in den nördlichen Kalkalpen steht hier als PDF zur Verfügung:

Positionspapier jetzt downloaden (PDF, 2 Seiten)

Titelfoto: Janus im Schnee © John Crusius, Wildtierland Hainich GmbH