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Das Wildnisgebiet

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Haus der Wildnis

Dem Urwald so nah wie nie! Das Haus der Wildnis und seine Ausstellunggeben dank moderner Technik einmalige Einblicke in den größten Urwald des Alpenbogens.

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Klimapartnerschaft

Die Belastung unseres Planeten auf ein global verträgliches Maß zu senken, ist die größte Herausforderung dieses Jahrhunderts.

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Information

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

Beobachtung der Alpenschneehühner im Wildnisgebiet

Wildnisgebiet
Projekt
Auch dieses Jahr begab sich die Schutzgebietsverwaltung in den frühen Morgenstunden auf den Dürrenstein um Reviere dieser Vogelart zu suchen.

Das Charakteristikum beim Alpenschneehuhn (Lagopus mutus) liegt in seinen beiden unterschiedlichen Federkleidern. Während sie im Winter völlig weiß tragen, tragen die Vögel im Sommer ein tarnfarbenes, braunes Gefieder und ist so immer perfekt an seine Umwelt angepasst.

In Österreich ist das Alpenschneehuhn weitgehend im gesamten Alpenraum vertreten, wo es auf die subalpinen und alpinen Regionen an und oberhalb der Baumgrenze beschränkt ist, und kommt daher auch im Wildnisgebiet zwischen 1.600 m und dem Gipfel des Dürrensteins (1.878 m) vor.

Männliches Alpenschneehuhn im Sommerkleid.

Die Balz der Männchen ist aufgrund ihrer Balzflüge, ihrer Flügelgeräusche und der Rufe sehr auffällig. Da Forschung im Wildnisgebiet einen zentralen Punkt darstellt, begeht die Schutzgebietsverwaltung jährlich zu Balzzeit den Dürrenstein in den frühen Morgenstunden um Reviere der Alpenschneehühner auszumachen und die Entwicklung der Populationen im Laufe der Jahre zu analysieren.

Vergangenes Wochenende war es nun wieder so weit. Nina Schönemann, Mitarbeiterin der Schutzgebietsverwaltung und Geschäftsführerin der Initiative Klimapartnerschaft.at berichtet von dem Monitoring: 

"Motiviert und voller Tatendrang sind wir heuer wieder mit geübten Helferinnen zum Schneehuhnmonitoring ausgerückt.

Dazu werden noch vor dem Morgengrauen geeignete Horchpunkte am Noten und Dürrenstein besetzt und auf Balzgesänge der territorialen Männchen geachtet. Für uns hat das eine kurze Nacht mit abenteuerlichem Aufstieg bedeutet. Am Horchpunkt angekommen war jede/r für sich dann erst einmal eine Weile alleine im Dunkeln, um auf das erste Dämmerlicht zu warten. Das Wetterleuchten in der Ferne hat dabei schon für eine eindrucksvolle Stimmung gesorgt. Kurz nach 4 Uhr morgens waren dann die ersten knarrenden Geräusche der Alpenschneehühner zu hören, wenn zum Teil auch nur sehr zaghaft.

Kaum eine Erfahrung ist so besonders, wie den Tag auf diese Weise zu beginnen. Zunächst noch ganz alleine in der Dunkelheit und Stille nimmt man mit der Dämmerung ganz langsam immer mehr der Umgebung wahr. Langsam wirkt die Welt nicht mehr einsam und dunkel, sondern farbenfroh, freundlich und alles andere als still. Rundherum wird die Tierwelt munter und es beginnt zu Balzen, Flattern und Zwitschern. Wer Glück hat, wird von besonders neugierigen Exemplaren sogar aus der Nähe begutachtet. Gleichzeitig wird es immer heller und der Sonnenaufgang am Berg hebt jedes Herz ein bisschen höher.

Uns hat das näherkommende Wetterleuchten dann aus unserer Euphorie geholt und daran erinnert, dass wir am Berg nur Besucher sind, die derartigen Naturgewalten nicht gewachsen sind. Schweren Herzen haben wir uns daher wieder zurückgezogen. Auch die Schneehühner waren möglicherweise etwas eingeschüchtert, denn es konnten nur 4 Territorien am Dürrenstein nachgewiesen werden. Ob das am Wetter lag, oder bereits Auswirkungen des Klimawandels können nur weitere Untersuchungen zeigen und wir werden auch weiterhin von der Entwicklung der Schneehühner im Wildnisgebiet berichten.

Ein großes Dankeschön gehen an Melanie Schnabl und Marietta für die Hilfe und fürs Dabeisein!"

Aufstieg in den frühen Morgenstunden.
Typisches Schneehuhnrevier am Dürrenstein.