Geschichte

Die unglaubliche Geschichte dieses Waldes liegt weit zurück und beginnt zu einer Zeit, in der es an dieser Stelle noch gar keinen Wald gab. Viele Jahrtausende später ist er einer der letzten Urwaldreste, die es auf diesem Planeten überhaupt noch gibt. Ohne besondere Rücksichtnahme und strenge unter Schutzstellung wäre auch dieses Naturjuwel schon längst durch forstliche Zugriffe zerstört worden. 

2021 Haus der Wildnis

2021 wird eine Ausstellung im Haus der Wildnis eröffnet. Diese soll ein grundlegendes Verständnis für ökologische Zusammenhänge vermitteln und Einblicke in den Urwald ermöglichen. BesucherInnen sollen lernen was Wildnis ist und somit Chancen zur Sicherung der eigenen Existenzgrundlage erkennen. Auf die Entwicklung und Geschichte des Wildnisgebietes wird in der Ausstellung im Haus der Wildnis im Detail eingegangen.

2017 UNESCO-Welterbe

2017 wurden die „Alten Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ zum UNESCO-Welterbe ernannt und sind damit Österreichs erstes und einziges Weltnaturerbe. Die Kernzone von rund 92.023 ha (Pufferzone 253.815 ha) wird von 41 Schutzgebieten in 12 europäischen Ländern gebildet – darunter ein Teil des Wildnisgebietes und Nationalparks Kalkalpen.

2004-2014 Wildnisgebiet Erweiterung

Im Zuge mehrerer Erweiterungen (Freyngraben und Wandbach-Mitterberg im Westteil) wurde das Wildnisgebiet Dürrenstein bis 2013 auf eine Gesamtfläche von 3.449 ha vergrößert. 2014 wurden alle verschiedenen Naturschutzgebiete neu verordnet und dadurch zusammengefasst als ein „Wildnisgebiet Dürrenstein“

2003 Anerkennung durch IUCN

2003 wurde das Wildnisgebiet Dürrenstein durch die Weltnaturschutzorganisation IUCN als Schutzgebiet der Kategorie Ia (strenges Naturreservat und Ib (Wildnisgebiet) anerkannt. Das Wildnisgebiet dient dem Schutz einzigartiger Wälder, gefährdeter Lebewesen und Lebensgemeinschaften. Es wird jedoch kein bestimmter Zustand konserviert! Die natürlichen Prozesse dürfen und sollen weitestgehend ohne Einfluss des Menschen ablaufen.

1997-2001 LIFE-Projekt

Unter maßgeblicher Förderung der Europäischen Union und dem damaligen Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie wurde im Rahmen eines LIFE-Projektes in den Jahren 1997 bis 2001 das erste Wildnisgebiet Österreichs ins Leben gerufen. Das gesamte Schutzgebiet umfasste zu der Zeit in Summe 2388 ha. Diese setzten sich aus zusammen aus den Teilgebieten Rothwald I (277 ha), Rothwald II (299 ha), Rothwald III (576 ha) und dem Westteil (236 ha).    

1988 Erweiterungsfläche Rothwald II

1988 wurde das Naturschutzgebiet Rothwald I arrondiert, da noch große Teile des Urwaldes nicht eingeschlossen waren. Mit der zusätzlichen Fläche Rothwald II war das Schutzgebiet 576 ha groß.  

1942 Naturschutzgebiet Rothwald I

1942  wurde mit 277 ha ein großer Teil der Urwaldfläche unter Naturschutz gestellt.  

1875 Schutz des Urwaldes Rothwald

Zum ersten Mal bewusst unter Schutz gestellt wurde der Urwald Rothwald 1875 von seinem damaligen Eigentümer Albert Rothschild, um ihn für sich und seine Nachwelt zu retten.

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