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Das Wildnisgebiet

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Exkursionen

Exkursionen in das Wildnisgebiet bieten die Möglichkeit die Wildnis hautnah zu erleben.

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Haus der Wildnis

Dem Urwald so nah wie nie! Das Haus der Wildnis und seine Ausstellunggeben dank moderner Technik einmalige Einblicke in den größten Urwald des Alpenbogens.

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Über uns

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

Winterruhe respektieren - Wildnis schützen

Wildnisgebiet
Artikel
Warum Rücksicht in der kalten Jahreszeit Leben rettet

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal stellt einen wichtigen Lebensraum für viele Tierarten dar, die möglichst wenig beunruhigt werden sollen, um ihren angeborenen Lebensweisen nachgehen zu können. Aus diesem Grund wurde per Verordnung für das gesamte Wildnisgebiet ein ganzjährig gültiges Wegegebot festgelegt, das unbedingt einzuhalten ist.

Speziell die schneereichen Wintermonate erfordern von unserer Tierwelt besondere Anpassungen, um diese Zeit überdauern zu können. Die Überlebensstrategien sind dabei sehr unterschiedlich und reichen von Abwanderungen in schneeärmere Gebiete über Winterruhe und Winterschlaf bis hin zu Strategien, bei denen die Tiere ihren Organismus auf eine Art „Sparmodus“ umstellen. Jede dieser Überlebensstrategien bringt eigene Stärken aber auch Schwächen mit sich.

Für das Wildnisgebiet ist es daher essenziell, dass die Tiere, unabhängig von ihrer jeweiligen Strategie, die Wintermonate in Ruhe verbringen können. Speziell jene Tierarten deren Strategie es ist, das Herz-Kreislaufsystem sowie den Stoffwechsel „herunterzufahren“ sind von Beunruhigungen durch uns Menschen besonders stark betroffen. Durch eine Reduktion der Körperfunktionen benötigen jene Tiere weniger Nahrung, was ihre Überlebenschancen erhöht. Als Beispiel seien an dieser Stelle das Schneehuhn oder das Reh genannt.

Jeder Besuch eines Menschen im Wildnisgebiet beinhaltet im Winter die große Gefahr, dass es zur Beunruhigung der Tiere kommt. Aufgrund der Angst, die diese Lebewesen vor den Menschen haben, wird durch dessen Anwesenheit ein Fluchtreflex aktiviert und das gesamte Kreislaufsystem wird binnen kürzester Zeit hochgefahren und es kann durch dieses Fluchtverhalten gerade jene Energie verbraucht werden, die für das Überleben des jeweiligen Individuums entscheidend sein kann.

Jede und jeder von uns kennt zumindest aus Dokumentationen Bilder, die zeigen, wie sich Rehe oder andere Tierarten im wahrsten Sinne des Wortes bis zur Erschöpfung durch meterhohen Schnee kämpfen.

Aus diesem Grund finden im Winter auch seitens der Schutzgebietsverwaltung nur in den seltensten Fällen Arbeiten im Wildnisgebiet statt.

Wir ersuchen Sie daher, liebe Naturliebhaber*in, von Begehungen auch entlang der freigegebenen Wege im Winter Abstand zu nehmen.

Dieser Verzicht dient zudem nicht nur dem Schutz der Tierwelt, sondern auch Ihrem persönlichen Schutz! Wie Bergrettungseinsätzen im Wildnisgebiet in den letzten Jahren gezeigt haben, können Aktivitäten in einem Gebiet ohne jegliche Infrastruktur und manchmal ohne Handynetz auch für Sie rasch lebensbedrohlich werden!