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Das Wildnisgebiet

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Exkursionen in das Wildnisgebiet bieten die Möglichkeit die Wildnis hautnah zu erleben.

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Dem Urwald so nah wie nie! Das Haus der Wildnis und seine Ausstellunggeben dank moderner Technik einmalige Einblicke in den größten Urwald des Alpenbogens.

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Über uns

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

Tag der Forschung 2026

Wildnisgebiet
News
Beim Tag der Forschung wurden am 19. März im Haus der Wildnis zentrale Ergebnisse der Naturrauminventur 2023-2025 vorgestellt und der Wert als Referenzraum unterstrichen.

Tag der Forschung 2026: Wildnis als Referenzraum für Wissen und Entscheidungen

Naturrauminventur 2023-2025

Welche Entwicklungen lassen sich in einem Wald beobachten, wenn natürliche Prozesse über lange Zeit ohne Nutzungseinflüsse ablaufen? Antworten darauf liefert das UNESCO‑Weltnaturerbe Wildnisgebiet Dürrenstein‑Lassingtal als international bedeutender Referenzraum für Forschung und Monitoring.

Beim Tag der Forschung 2026, der am 19. März im Haus der Wildnis stattfand, wurden zentrale Ergebnisse der Naturrauminventur 2023–2025 vorgestellt. Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle Forschungsergebnisse nicht nur zu präsentieren, sondern deren Bedeutung für Praxis, Monitoring und Entscheidungsprozesse sichtbar zu machen.

„Die Naturrauminventur liefert Wissen, das weit über den Naturschutz hinaus Bedeutung hat. Das Wildnisgebiet ist ein international anerkanntes Naturjuwel und ein Leuchtturm der Forschung.“
LH‑Stv. Stephan Pernkopf

Tag der Forschung 2026: Christoph Plutzar (Kommunalkredit Public Consulting GmbH), Axel Schopf (Wissenschaftlicher Beirat Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal), Andreas Gruber (Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der Österreichischen Bundesforste), Christoph Leditznig (Geschäftsführer Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal), Viktoria Igel (Forschungskoordinatorin Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal), Manuel Höfer (Bezirkshauptmann-Stellvertreter Scheibbs), Matthias Pacher (Geschäftsführer Haus der Wildnis), Josef Schachner (Bürgermeister Lunz am See) ©Wildnisgebiet/K.Pfligl

Forschung im Prozessschutzgebiet

Im Rahmen der Naturrauminventur wurden Daten aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammengeführt – darunter Vegetation, Vogelwelt, Fischökologie, holzbewohnende Käfer sowie FFH‑Lebensräume und Biotoptypen. Ergänzend wurde die Stichprobeninventur der Österreichischen Bundesforste an die Anforderungen eines Prozessschutzgebietes angepasst und in das Monitoringsystem des Wildnisgebietes integriert. Damit wurde eine wichtige Grundlage für ein langfristiges, vergleichbares Monitoring geschaffen.

„Die Naturrauminventur zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll Prozessschutzflächen sind. Ohne Wildnis würden viele ökologische Zusammenhänge verborgen bleiben.“ Christoph Leditznig, Geschäftsführer Wildnisgebiet Dürrenstein‑Lassingtal

Julian Pleyer,Vegetationskartierung, betont die Herausforderungen der Forschung im Wildnisgebiet ©Wildnisgebiet/K.Pfligl

Lernen aus der Wildnis – mit Blick auf die Praxis

Ein zentrales Thema des Tag der Forschung war der Wissenstransfer: Welche Erkenntnisse aus Naturwald‑Daten sind für forstliche Praxis und Management relevant? Und wo liegen bewusst die Grenzen der Vergleichbarkeit?

Die Diskussion machte deutlich, dass Wildnis nicht als Gegenentwurf zur Nutzung verstanden werden kann, sondern als Referenzraum, der hilft, natürliche Dynamiken einzuordnen und langfristige Entwicklungen besser zu verstehen.

„Wir sehen klar, wo natürliche Dynamiken Chancen bieten – und wo der Vergleich zu Wirtschaftswäldern an Grenzen stößt. Doch genau diese Differenzierung macht die Forschung so wertvoll.“
Viktoria Igel, Forschungskoordinatorin Wildnisgebiet Dürrenstein‑Lassingtal

Auch aus Sicht der Österreichischen Bundesforste liefert die Forschung im Wildnisgebiet wichtige Orientierung:

„Für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder ist es entscheidend, natürliche Waldprozesse zu verstehen. Das Wildnisgebiet zeigt uns, wie Ökosysteme ohne menschliche Eingriffe funktionieren – dieses Wissen gibt Orientierung für den Wald der Zukunft.“
Andreas Gruber, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz, Österreichische Bundesforste AG

Lernen aus der Wildnis - mit Blick auf die Praxis ©Wildnisgebiet/K.Pfligl

Wildnis als Basis für Langzeitbeobachtung

Als Prozessschutzgebiet sind im Wildnisgebiet Dürrenstein‑Lassingtal menschliche Eingriffe auf ein Minimum reduziert. Dadurch können ökologische Prozesse ergebnisoffen beobachtet und wissenschaftlich begleitet werden. Die Naturrauminventur 2023–2025 bildet dabei einen wichtigen Meilenstein für ein langfristiges Monitoring und für die internationale Vergleichbarkeit von Naturwald‑Daten.

Petr Zabransky zeigte Einblicke in die Vielfalt der xylobionten Käferfaune der Steiermark ©Wildnisgebiet/K.Pfligl

Download

Der Endbericht der Naturrauminventur 2023–2025 steht online zum Download bereit:
👉 www.wildnisgebiet.at/ueber-uns/alle-publikationen

Ramona Schmidt, Wissenschaftliche Leiterin des "Haus der Wildnis" führte durch die Veranstaltung ©Wildnisgebiet/K.Pfligl
Das Publikum wurde auch zum mitwirken eingeladen ©Wildnisgebiet/K.Pfligl
Forschung die begeistert ©Wildnisgebiet/K.Pfligl
©Wildnisgebiet/K.Pfligl
Ein großer Dank gilt allen Mitwirkenden, vor allem an die Forschenden und Vortragenden am Tag der Forschung 2026
1.R.v.l.: Zoran Trailovic (Waldinventur, Österreichische Bundesforste), Christoph Leditznig (Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal), Thomas Hochebner (Erhebung der Avifauna), Petr Zabransky (Erhebung xylobionter Käfer STMK)
2.R.v.l.: Gerhard Rothender (Erhebung der Avifauna), Julian Pleyer (Vegetationskartierung), Moritz Fallgatter (Vegetationskartierung), Jakob Neuburg (Erhebung der Fischbiomasse und des Artenspektrums, BOKU Wien), Viktoria Igel (Biotopkartierung und FFH-Lebensraumkartierung, Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal), Andreas Gruber (Österreichische Bundesforste), Ramona Schmidt (Wissenschaftliche Leitung Haus der Wildnis) ©Wildnisgebiet/K.Pfligl

Förderhinweis

Die vorgestellten Ergebnisse wurden im Rahmen eines Projekts erhoben, das durch den Biodiversitätsfonds sowie durch die Europäische Union – NextGenerationEU gefördert wurde.
Die Veranstaltung „Tag der Forschung 2026“ wurde mit Unterstützung des Waldfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft umgesetzt.