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Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Über uns

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

Naturnachtgebiet Eisenwurzen offiziell ausgezeichnet

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News
Unter großer Beteiligung von Politik und Projektpartnern erhielt das Naturnachtgebiet Eisenwurzen am 17. März 2026 die internationale Zertifizierung als Dark Sky Reserve.

Naturnachtgebiet Eisenwurzen als Dark Sky Reserve ausgezeichnet

Am 17. März 2026 wurde das Naturnachtgebiet Eisenwurzen offiziell als Dark Sky Reserve anerkannt. Die Verleihung durch DarkSky International fand in Anwesenheit zahlreicher Projektpartner*innen und Politik aus drei Bundesländern im Nationalpark Gesäuse statt.

Das Gebiet zählt heute zu den dunkelsten Regionen Mitteleuropas und umfasst 2.396 km², darunter auch große Teile des Wildnisgebietes Dürrenstein‑Lassingtal. Mit der Zertifizierung wird erstmals die hohe ökologische Bedeutung der natürlichen Dunkelheit in dieser Region sichtbar gemacht.

Vertreter*innen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt, Klima, Regionen und Wasserwirtschaft sowie der Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark zeigten ihre Unterstützung bei der Zertifikatsverleihung der DarkSky International an das Naturnachtgebiet.

„Mit der Zertifizierung des Naturnachtgebiets entsteht ein herausragendes Beispiel dafür, wie über drei Bundesländer und zahlreiche Gemeinden hinweg gemeinsam der Schutz der natürlichen Dunkelheit und der Artenvielfalt gestärkt werden kann. Mein Ressort hat dieses Vorhaben von Beginn an unterstützt. Umso mehr freut es mich, dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit nun mit der Zertifizierung als Naturnachtgebiet ausgezeichnet wird“, so Mag. Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.

ValerieZacherl-Draxler (Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Klima- undUmweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft), Florian Schublach (NaturparkÖtscher-Tormäuer), Stefan Wallner (Dark Sky und Slovak Academy of Science),Josef Forstinger (Nationalpark Kalkalpen), Christina Forsthuber (NaturparkNiederösterreichische Eisenwurzen), Christoph Leditznig (WildnisgebietDürrenstein-Lassingtal), Hannes Amesbauer (Landesrat der LandesregierungSteiermark), Julia Kaufmann (Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen),Gerhard Deimek (Abgeordneter zum Nationalrat), Herbert Wölger (NationalparkGesäuse), Oliver Gulas-Wöhri (Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen)©Andreas Hollinger

Ein gemeinsames Schutzprojekt von sechs Schutzgebieten

Das Naturnachtgebiet ist ein länderübergreifendes Vorhaben von:

Insgesamt 20 Gemeinden arbeiten an einem gemeinsamen Lichtmanagement, das künstliche Aufhellung reduziert und Lebensräume schützt.

Seit 2023 wurden neun permanente Messstationen eingerichtet, die eindrucksvoll belegen, wie natürlich und klar der Nachthimmel in der Region noch ist. In weiten Teilen der Kernzone ist die Milchstraße mit bloßem Auge sichtbar, ein Naturerlebnis, das in Europa selten geworden ist.

Sechs Schutzgebiete, 20 Gemeinden und Vertreter*innen aus Politik und Medien feiern gemeinsam die Zertifizierung als Dark Sky Reserve©Andreas Hollinger

Bedeutung der natürlichen Dunkelheit

Natürliche Nachtlandschaften zählen zu den empfindlichsten und zugleich am wenigsten wahrgenommenen Lebensräumen. Für viele Arten, insbesondere nachtaktive Säugetiere, Amphibien und Insekten ist Dunkelheit ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebensrhythmus. Auch Pflanzen und Ökosysteme reagieren sensibel auf künstliches Licht.

Für den Menschen ist die Nacht ein Raum der Erholung. Forschungen zeigen, dass künstliches Licht den Tag‑Nacht‑Rhythmus beeinflussen kann und die Wahrnehmung des Himmels im starken Wandel begriffen ist.

Der Astrophysiker Dr. Stefan Wallner bringt es auf den Punkt:
„Nur noch rund ein Prozent der europäischen Bevölkerung erlebt einen natürlich dunklen Nachthimmel.“

Das Naturnachtgebiet Eisenwurzen schafft einen Gegenpol zu dieser Entwicklung und einen Referenzraum für Forschung, Bildung und Naturtourismus.

Stefan Wallner (Astrophysiker) und Julia Kaufmann (Projektkoordinatorin Naturnachtgebiet Eisenwurzen) ©Andreas Hollinger

Das Wildnisgebiet als Teil der Kernzone

Große Bereiche des Wildnisgebietes Dürrenstein‑Lassingtal liegen innerhalb der streng geschützten Kernzone des Naturnachtgebiets.

Mit seiner IUCN‑Schutzkategorie Ia + Ib und dem UNESCO‑Weltnaturerbestatus trägt das Wildnisgebiet wesentlich dazu bei, dass natürliche Dunkelheit erhalten bleibt. Künstliche Beleuchtung ist in diesem Bereich weitgehend ausgeschlossen, wodurch nachtaktive Arten und ursprüngliche Ökosysteme auch langfristig ungestört bleiben.

Die Milchstraße über dem Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal ©Daniel Zupanc

Angebote und Hinweise für Besucherinnen und Besucher

Das Naturnachtgebiet ist frei zugänglich, mit Rücksicht auf Schutzräume (Stille Beobachtung & Verwendung von Rotlichtlampen).
Besuchsmöglichkeiten Naturnachtgebiet Eisenwurzen


Programme und Veranstaltungen machen die ökologische Bedeutung der Nacht erlebbar, darunter Nachtwanderungen, Astrofotografie-Workshops, Sternschnuppenfahrten und Aktionen rund um das Thema Lichtverschmutzung.

Alle Termine und Messdaten stehen unter
naturnacht.eisenwurzen.com

Zahlen & Fakten auf einen Blick

  • 2.396 km² Gesamtfläche, davon 975 km² Kernzone
  • Lage: in der Region Eisenwurzen (Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark)
  • 6 Schutzgebiete beteiligt: Nationalpark Gesäuse, Nationalpark Kalkalpen, Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen, Naturpark Niederösterreichische Eisenwurzen, Naturpark Ötscher-Tormäuer, Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal
  • Zonierung: Kernzone mit sehr strengen und Peripheriezone mit angepassten Lichtmanagementvorgaben
  • 20 Gemeinden aktiv im Projekt
  • 9 Messstationen dokumentieren die Himmelshelligkeit
  • Zertifiziert als International Dark Sky Reserve (seit 17. März 2026)
Zertifizierungsfeier im Pavillon des Nationalpark Gesäuse ©Andreas Hollinger
Anerkennene Worte der Politik ©Andreas Hollinger
Projektpartner und Gemeinden aus Niederösterreich ©Andreas Hollinger
Projektpartner und Gemeinden sowie Politik aus der Steiermark ©Andreas Hollinger