Über Jahrhunderte wurde die Eibe genutzt, verdrängt und vielerorts fast vergessen. Heute kommt sie nur noch an wenigen Standorten vor. Dabei besitzt sie Eigenschaften, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel zunehmend Aufmerksamkeit erhalten. Sie wächst auf unterschiedlichen Böden, kommt mit Schatten außergewöhnlich gut zurecht und kann Trockenperioden durch ihr weitreichendes Wurzelsystem überstehen. Als sehr langlebige Baumart verfügt sie über eine hohe Anpassungsfähigkeit an wechselnde Umweltbedingungen.
Im Wildnisgebiet Dürrenstein Lassingtal finden sich alte Eibenstöcke und einzelne, teils uralte Baumindividuen. Sie weisen darauf hin, dass die Eibe hier früher weiter verbreitet war. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und ihre ökologische Nische im Wald machen sie zu einer Baumart, die für klimafitte Mischwälder von besonderem Interesse ist. Gleichzeitig zeigen die wenigen natürlichen Verjüngungen, dass ihr Fortbestand keineswegs gesichert ist.
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Ein vom niederösterreichischen Landschaftsfonds finanziertes Projekt untersucht historische Vorkommen, aktuelle Bestände und die Verjüngung dieser selten gewordenen Baumart. Im Wildnisgebiet wurden Eibenvorkommen erfasst und eine Monitoringfläche eingerichtet. Die gewonnenen Daten helfen dabei, die ökologische Rolle der Eibe besser zu verstehen und Zusammenhänge für den Wald der Zukunft sichtbar zu machen.
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Mehr Hintergründe bietet das Magazin Silva fera des Wildnisgebietes zur Eibe: SILVA FERA 9
Wer die Tausendjährige Eibe aus nächster Nähe erleben möchte, kann dies im Rahmen einer geführten Exkursion tun. Zwischen alten Buchenwäldern steht ein Baum, der bereits viele Generationen von Menschen überdauert hat und von der Langfristigkeit natürlicher Prozesse erzählt.
Mehr Informationen zur Exkursion und zu den Buchungsmöglichkeiten: Tausendjährige Eibe

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