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Das Wildnisgebiet

Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bewahrt mit dem Urwald Rothwald den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens und ist seit 2017 UNESCO-Weltnaturerbe.

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Erleben

Exkursionen in das Wildnisgebiet bieten die Möglichkeit die Wildnis hautnah zu erleben.

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Über uns

Die Schutzgebietsverwaltung des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen eine emotionale Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen.

Fledermäuse am dunklen Nachthimmel

Wildnisgebiet
Projekt
Mit dem Projekt "BiKoS" wird die Fledermausfauna im Wildnisgebiet umfassend untersucht. Die gewonnenen Daten liefern wichtige Grundlagen für den Schutz dieser gefährdeten Tiergruppe.

Zehn Fledermausarten im Wildnisgebiet

In Österreich sind 28 Fledermausarten bekannt. Im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal konnten bisher zehn Arten nachgewiesen werden. Darunter befinden sich mehrere Waldarten, die auf naturnahe und strukturreiche Lebensräume angewiesen sind.

Eine von ihnen ist die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii). Sie lebt bevorzugt in alten Buchen- und Eichenwäldern und nutzt Baumhöhlen, Stammanrisse sowie Quartierhilfen als Tagesverstecke. Die Art gilt europaweit als gefährdet. Alte Wälder mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz sind daher von besonderer Bedeutung für ihren Schutz.

Die Bechsteinfledermaus benötigt zahlreiche Baumhöhlen als Quartiere. Ihre Lebensräume liegen in alten, strukturreichen Laubwäldern mit hohem Alt- und Totholzanteil.
©Wildnisgebiet/ Christoph Leditznig

Forschung im Rahmen von BiKoS

Die Fledermausfauna des Wildnisgebietes wird im Rahmen des Projekts „BiKoS – Biodiversität, Kooperation und Synergien in den niederösterreichischen Großschutzgebieten“ umfassend untersucht.

Vorhandene Daten werden zusammengeführt, ein Monitoringkonzept entwickelt und neue Erhebungen durchgeführt. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Batcorder, die die Ultraschallrufe vorbeifliegender Fledermäuse aufzeichnen. Die Aufnahmen ermöglichen Rückschlüsse auf die vorkommenden Arten und liefern wichtige Grundlagen für zukünftige Schutzmaßnahmen.

2026 wird im Wildnisgebiet die Fledermausfauna im Zuge des Projektes "BiKos" erforscht. ©Wildnisgebiet/Christian Scheucher

Was kann ich für Fledermäuse tun?

Fledermäuse sind auf Insekten als Nahrungsquelle angewiesen. Wer Insekten fördert, unterstützt daher auch Fledermäuse.

Besonders wertvoll sind naturnah gestaltete Gärten mit heimischen Blühpflanzen wie Wiesensalbei, Schafgarbe, Wiesenflockenblume oder Echtem Johanniskraut. Auch stehendes Totholz, Hecken und der Verzicht auf Pestizide schaffen wichtige Lebensräume. Darüber hinaus helfen Quartierhilfen sowie der Erhalt bestehender Baumhöhlen und anderer natürlicher Verstecke.

Weiterführende Informationen bietet die Broschüre der Österreichischen Bundesforste: Aktiv für Fledermäuse

Broschüre "Aktiv für Fledermäuse" der Österreichischen Bundesforste AG

Förderhinweis

Das Projekt „BiKoS – Biodiversität, Kooperation und Synergien in den niederösterreichischen Großschutzgebieten“ wird mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Europäischen Union umgesetzt. Damit werden wichtige Grundlagen für den Schutz gefährdeter Arten und ihrer Lebensräume geschaffen.

Text: Maria von Rochow, bearbeitet für die Website des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal

Titelfoto: Wildnisgebiet/Christoph Leditznig