Zehn Fledermausarten im Wildnisgebiet
In Österreich sind 28 Fledermausarten bekannt. Im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal konnten bisher zehn Arten nachgewiesen werden. Darunter befinden sich mehrere Waldarten, die auf naturnahe und strukturreiche Lebensräume angewiesen sind.
Eine von ihnen ist die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii). Sie lebt bevorzugt in alten Buchen- und Eichenwäldern und nutzt Baumhöhlen, Stammanrisse sowie Quartierhilfen als Tagesverstecke. Die Art gilt europaweit als gefährdet. Alte Wälder mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz sind daher von besonderer Bedeutung für ihren Schutz.

©Wildnisgebiet/ Christoph Leditznig
Forschung im Rahmen von BiKoS
Die Fledermausfauna des Wildnisgebietes wird im Rahmen des Projekts „BiKoS – Biodiversität, Kooperation und Synergien in den niederösterreichischen Großschutzgebieten“ umfassend untersucht.
Vorhandene Daten werden zusammengeführt, ein Monitoringkonzept entwickelt und neue Erhebungen durchgeführt. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Batcorder, die die Ultraschallrufe vorbeifliegender Fledermäuse aufzeichnen. Die Aufnahmen ermöglichen Rückschlüsse auf die vorkommenden Arten und liefern wichtige Grundlagen für zukünftige Schutzmaßnahmen.
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Was kann ich für Fledermäuse tun?
Fledermäuse sind auf Insekten als Nahrungsquelle angewiesen. Wer Insekten fördert, unterstützt daher auch Fledermäuse.
Besonders wertvoll sind naturnah gestaltete Gärten mit heimischen Blühpflanzen wie Wiesensalbei, Schafgarbe, Wiesenflockenblume oder Echtem Johanniskraut. Auch stehendes Totholz, Hecken und der Verzicht auf Pestizide schaffen wichtige Lebensräume. Darüber hinaus helfen Quartierhilfen sowie der Erhalt bestehender Baumhöhlen und anderer natürlicher Verstecke.
Weiterführende Informationen bietet die Broschüre der Österreichischen Bundesforste: Aktiv für Fledermäuse

Förderhinweis
Das Projekt „BiKoS – Biodiversität, Kooperation und Synergien in den niederösterreichischen Großschutzgebieten“ wird mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und der Europäischen Union umgesetzt. Damit werden wichtige Grundlagen für den Schutz gefährdeter Arten und ihrer Lebensräume geschaffen.

Text: Maria von Rochow, bearbeitet für die Website des Wildnisgebietes Dürrenstein-Lassingtal
Titelfoto: Wildnisgebiet/Christoph Leditznig






