Renaturierungsprojekt Leckermoos

Das Leckermoos, eines der größten und schönsten Hochmoore Niederösterreichs, hat unter zahlreichen Eingriffen der Vergangenheit stark gelitten. So wurden zwischen 1939-1941 Entwässerungsgräben angelegt, rund 100 m3 Torf abgebaut und die Randbereiche in den 1970er-Jahren mit Fichten aufgeforstet. In einem von der Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein im Auftrag der Gemeinde Göstling a. d. Ybbs durchgeführten Projekt wurde in den Jahren 2004-2006 wieder ein "lebendes" Hochmoor geschaffen. 50% der Projektkosten wurden von der Europäischen Union getragen, die andere Hälfte teilten sich das Land Niederösterreich, die Gemeinde Göstling a.d. Ybbs und die Österreichischen Bundesforste. Die Schutzgebietsverwaltung stellt auch weiterhin sicher, dass das Hochmoor in Zukunft ungestört weiter bestehen kann.

Details sind dem Leckermoos Endbericht zu entnehmen:

 

Der Filmemacher Friedrich Rischer † hat einen atemberaubenden Film über das rege Treiben im idyllischen Leckermoor erstellt. Sie können den Film gerne unter folgendem Link bestellen: Faszination Leckermoor

Ziele und Maßnahmen

Das Projektgebiet mit einem Flächenausmaß von rund 25 ha besteht in seinem Kern aus dem rund 9 ha großen Hochmoorbereich und in seinem Umfeld aus wertvollen Resten der alten Kulturlandschaft. Im Zuge des Projektes wurde die Hydrologie des Hochmoores verbessert, ein Gürtel von extensiv genutzten Pufferflächen geschaffen und die schleichende Degradation des Hochmoores wieder rückgängig gemacht. Gleichzeitig wird  auf möglichst naturschonende Weise ein attraktives Ausflugsziel geboten.

Status

Nach Abschluss des Projektes wurden Aufgaben, die nach 2006 entstanden sind, von der Wildnisgebietsverwaltung und ihren Partnern übernommen. Im Wesentlichen sind das drei Aufgabenbereiche:

  • Das Freihalten des Moorkörpers von Baumbewuchs und die Schaffung naturnaher Wälder im Randbereich des Moores.
  • Betreuung des Erlebnisweges.
  • Durchführung von geführten Wanderungen rund um das Moor.

Download Infofolder Leckermoor: