Beurteilung des Einflusses von Schalenwild und anderen Herbivoren auf die Verjüngungsdynamik im Bergwald – dargestellt am Beispiel Urwald Rothwald

Iris Mara Kempter (2006) Beurteilung des Einflusses von Schalenwild und anderen Herbivoren auf die Verjüngungsdynamik im Bergwald – dargestellt am Beispiel Urwald Rothwald PDF-Download

Ziel ist die Erforschng der Quantität und Qualität von Wildtierverbiss an der Waldverjüngung im Urwald Rothwald (Wildnisgebiet Dürrenstein in den niederösterreichischen Kalkalpen). In der Vegetationsperiode 2002 wurde in einem 100×100 Meter Stichprobenraster der Zustand der Waldverjüngung aufgenommen, wobei differenzialdiagnostisch zwischen Verbiss wildlebender Huftiere (Wiederkäuer) und Verbiss durch Hasen bzw. Nagetiere unterschieden wurde. 

Die Ergebnisse weisen zum Zeitpunkt der Erhebung auf eine sehr geringe Verbissbelastung durch Huftiere im Urwald Rothwald hin (8% der Verjüngungspflanzen verbissen). 

Auch der Einfluss von Mäusen und Hasen auf die Baumverjüngung war zum Zeitpunkt dieser Untersuchung gering (7% der Verjüngungspflanzen verbissen). Es ergeben sich allerdings signifikante Unterschiede zwischen dem Verbiss durch Huftiere und durch Hasen bzw. Nagetiere. So werden vom wiederkäuenden Wild die Baumarten Tanne und Bergahorn bevorzugt, während das Verbissprozent durch Kleinsäuger für die Fichte am höchsten ist. Die durchschnittliche Verjüngungsdichte (Jungbäume/ha) ist im Kleinen Urwald (55.351 Ind./ha) wesentlich höher als im Großen Urwald (30.752 Ind./ha). 

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