OE1- Radiokolleg – Im Reich der Pilze

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Neben den Tieren und Pflanzen bilden die Pilze, systematisch betrachtet, ein eigenes Reich. Reich sind sie auch an Wirkung, Aussehen und Verwendungsart. Das beansprucht Forscher in den verschiedensten Disziplinen: Mykologie, Medizin, Pharmakologie, Bodenkunde, Chemie, Agrarforschung, Ernährungstechnik sowie Kochen, Musik, Literatur und Kunst.

Noch wissen die ForscherInnen viel zu wenig, ständig werden neue Arten entdeckt, neue Erkenntnisse gewonnen und so manch tradierte Meinung revidiert. Dass Pilze aber neben geschmacklichem auch technischen und pharmazeutischen Nutzen bringen, ist ebenso unumstritten wie die Wirkung mancher psychoaktiver Substanzen.

Und für das Zusammenleben aller Organismen sind sie letztlich unersetzbar: würde die Abbauarbeit der Pilze entfallen, wäre der gesamte Stoffkreislauf unterbrochen, abgesehen von der Ökologie ganzer Landstriche.

Verbinden sich Pilze mit Tieren oder Pflanzen, kann das für beide Seiten und ihr gesamtes Lebensumfeld sehr nützlich sein - aber nicht immer. Die Wissenschaftler/innen vertiefen sich immer mehr in mykologische Spezialfragen, um zu verstehen, wann, wie und ob der Pilz positive oder pathogene Auswirkungen besitzt.

Ilse Huber untersucht in ihrer vierteiligen Serie über das Reich der Pilze, was es heißt, berühmt und begehrt zu sein, aber auch mit allen Mitteln bekämpft zu werden.