Große Erfolge beim Habichtskauzprojekt!

 2011-07-05-habichtskauz_02Während des Spätwinters konnten sowohl im Biosphärenpark Wiener Wald, als auch rund um das Wildnisgebiet Dürrenstein erste Verpaarungen von Habichtskäuzen dokumentiert werden. Weiters gelang es dem Team im Wildnisgebiet bereits drei freigelassene Käuze während ihres gesamten 1. Lebensjahres mit Hilfe der Telemetrie zu überwachen. Eine Vielzahl von Daten und Erfahrungen, z. T. auch sehr unerwartete Ergebnisse konnten damit gesammelt werden. Diese Quote soll durch die Verwendung von radiotelemetrischen Sendern mit einer Laufzeit von 2 Jahren hinkünftig noch deutlich erhöht werden.

Alle heuer in die Freiheit entlassenen Käuze werden mit derartigen Sendern versehen. Auch die Überlebensrate der Käuze während der ersten kritischen Zeit konnte im 2. Jahr auf über 80 % gesteigert werden. Die Projektbetreiber sind natürlich bemüht, diese hohe Erfolgsquote zu halten, wobei diese von vielen Faktoren abhängig ist und nur in engem Bereich von den Gebietsbetreuern beeinflusst werden kann.

2011-07-05-habichtskauz_01Den wirklich großen Vogel hat 2010 jedoch der Biosphärenpark Wiener Wald „abgeschossen“. Projektleiter Richard Zink ist es gelungen, die erste Brut freigelassener Habichtskäuze in einem Nistkasten im Wiener Wald nachzuweisen. Nicht nur, dass ein Weibchen aus dem Jahr 2009 gemeinsam mit einem Männchen aus dem Jahr 2010 zur Brut schritt, dem Paar gelang es sogar, einen Jungvogel bis zum Ausfliegen zu bringen. Dieser erste Erfolg, der durchaus als Sensation bezeichnet werden kann, scheint auch die Sinnhaftigkeit dieses Wiederansiedlungsprojektes sehr rasch zu belegen. Bei der sehr erfolgreichen Wiederansiedlung im Nationalpark Bayerischer Wald dauert es mehr als 10 Jahre bis die erste Habichtskauzbrut nachgewiesen werden konnte.

So sensationell und motivierend diese Ergebnisse für die Mitarbeiter an diesem Projekt auch sind, so muss uns jedoch immer bewusst sein, dass diese vorerst nur erste Schritte in einem bisher sehr gutem Projektverlauf sind. Wie erfolgreich das Projekt sein wird, also ob es zu einer dauerhaften Etablierung der Habichtskäuze führen wird, werden erst die nächsten Jahr(e)zehnte zeigen.