Frühjahrskontrolle bei den Fledermäusen

Jährlich finden zwei Kontroll- und Wartungsdurchgänge bei den Fledermauskästen statt: einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Bei der diesjährigen Frühlingskontrolle konnten 10 Fledermäuse zweier Arten (Zwerg- und Kleine Bartfledermaus) nachgewiesen werden.

Am 31. Mai und 1. Juni 2018 fand die Frühjahrskontrolle der vom Wildnisgebiet betreuten 150 Fledermauskästen statt. Bereits am 16. Mai wurden zwei „Reviere“ à 10 Kästen in Göstling an der Ybbs teilweise umgesiedelt, da einerseits durch Sturmwürfe, andererseits durch das Eschentriebsterben neue Bäume für die Montage der Kästen gesucht werden mussten. Die weiteren 130 Kästen (Fledermausbretter aus Lärchenholz und Rundkästen aus Holzbeton) wurden an den oben genannten zwei Tagen von Sabine Fischer (Wildnisgebiet Dürrenstein), Wolfgang Aigner und Markus Milchram (KFFÖ) kontrolliert und gereinigt.

In den 80 Kästen in Niederösterreich (Gebiet Göstling/Lassing/Hollenstein) trafen wir fünf männliche Kleine Bartfledermäuse (Myotis mystacinus) und fünf Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus) an (aber jeweils nur ein einzelnes Tier pro Kasten). Der Fledermauskundler Markus Milchram nahm die wichtigen Maße (Unterarm, Daumen, Hinterfuß, Gewicht) der Tiere auf und führte die kniffeligen Unterscheidungsmerkmale zu der sehr ähnlichen Brandtfledermaus (Myotis brandtii) bzw. Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) vor. Dabei müssen u.a. die winzigen Zähne mit einer Lupe untersucht bzw. die Flügelzellen begutachtet werden.

Erstaunlicherweise konnte in den 50 Kästen in der Steiermark (Salza- und Lassingtal, Raum Palfau) keine einzige Fledermaus nachgewiesen werden, allerdings da und dort Fledermauskot – sie scheinen also nicht gänzlich ungenutzt zu sein. Laut KFFÖ kann es Jahre dauern, bis die Kästen von den Fledermäusen wirklich gut angenommen werden. Möglicherweise deutet die geringe Nutzung aber auch auf ein gutes Angebot an natürlichen Unterschlüpfen (unter Rinde, in Baumhöhlen...) in der Umgebung hin, was ja durchaus ein willkommenes Zeichen für die Naturnähe der Region ist!

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