Erste Baumbrut von Habichtskäuzen

Die Bruthöhle
Die Bruthöhle

Ein weiterer Meilenstein im Habichtskauz-Wiederansiedlungsprojekt ist geglückt. Mitte März konnte die erste Baumhöhlenbrut von Habichtskäuzen, ungefähr zehn Kilometer vom Freilassungsplatz entfernt, bestätigt werden. Es handelt sich um ein einjähriges Weibchen, das im Jahr 2014 im Umfeld des Wildnisgebietes freigelassen wurde. Das Männchen ist noch unbekannt. Das Weibchen trägt einen GPS-GSM-Sender, mithilfe dessen der Brutplatz eingegrenzt werden und der Brutbaum gefunden werden konnte. Die Sender geben Auskunft über den täglichen Aufenthaltsort und die Temperatur des Senders. Ist die Temperatur erhöht und das Signal des Senders schlechter, weist dies darauf hin, dass sich das Weibchen in einer Bruthöhle befinden könnte.

Nun konnten wir das erste Mal für den gesamten Projektzeitraum eine Freilandbrut außerhalb eines Nistkastens – also in einer natürlich entstandenen Baumhöhle – entdecken. Die Naturbrut zeigt, dass die Habichtskäuze in Schutzwäldern bzw. naturnahen Wäldern durchaus Bruthöhlen finden können und auch die Nachzucht in der Voliere zu keiner (Fehl-)Prägung hinsichtlich Nistplatzwahl führt. Dies erschwert für uns die Suche nach Brutpaaren enorm, lässt allerdings erwarten, dass es in der Region bereits mehr Paare, als erfasst, gibt: Diese Entwicklung lässt auf den Fortbestand der Art in unserer Region hoffen!