Forschen im Wildnisgebiet

Gemäß den Richtlinien der IUCN ist die Schutzgebietsverwaltung verpflichtet, für ein Wildnisgebiet der Kategorie I wissenschaftliche Forschung zu betreiben.

Lebensgemeinschaften des Schutzgebietes dürfen dadurch aber keinesfalls beeinträchtigt werden.  Die Forschungsarbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit den wissenschaftlich und fachlich zuständigen Gremien, wie Universitäten und Behörden, abgewickelt. Eine Projektbeauftragung erfolgt jeweils nach Beurteilung der Forschungsanträge durch den wissenschaftlichen Beirat. Dieser setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Assoz. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Arne Arnberger: Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN), Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur (RALI), Universität für Bodenkultur Wien, West Virginia University, USA. Arne Arnberger, Landschaftsplaner und Diplomierter Umwelttechniker, ist Assoziierter Professor an der Universität für Bodenkultur Wien sowie an der West Virginia University, USA. Er ist u.a. Vorsitzender des Österr. Nationalkomitees für das Man & the Biosphere Programme, Mitglied der World Commission on Protected Areas und der IUCN – Tourism and Protected Areas Specialist Group. Forschungsschwerpunkte:  Besuchermanagement und –monitoring, Großschutzgebietsplanung, Ökotourismus, Landschaftsästhetik und Gesundheitseffekte der Natur auf den Menschen.

https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.person_uebersicht?id_in=4968&menue_id_in=101&sprache_in=de

 

Dr. rer. nat. habil. Christian Berg: Institut für Biologie AG für systematische Botanik und Ökologie Karl-Franzens-Universität Graz. Forschungsschwerpunkte: Naturschutz und botanischer Artenschutz, Rote Listen, Ökologie und Floristik der Gefäßpflanzen, Systematik, Biogeographie und Ökologie der Moose, Anthropogener Floren- und Landschaftswandel, Vegetation und Klimawandel, Neophyten, Methodische Grundlagen der Vegetationskunde, Pflanzensoziologie, Botanische Gärten, molekulare Ökologie.

https://www.researchgate.net/profile/Christian-Berg-3

 

Ao. Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Georg Gratzer: Institut für Waldökologie, Department für Wald- und Bodenwissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsschwerpunkte: Waldökosystemdynamik; Störungsökologie, Verjüngungsökologie von Waldbäumen; Nachhaltige Nutzung von Waldressourcen; Nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs).

URL: https://boku.ac.at/personen/person/57FE40D7D2C49757

 

Senior Scientist Dr. techn. Dipl.-Ing. Markus Hollaus: Forschungsgruppe Photogrammetrie, Departement für Geodäsie und Geoinformation, TU Wien. Forschungsschwerpunkte: Fernerkundung der Landoberfläche mit Laserscanning von Satelliten, Flugzeugen, Dronen und vom Boden mit Schwerpunkt auf Wald; 3D Waldstruktur; Veränderungsdetektion; Biomasseschätzung; Erfassung und Modellierung von Waldschäden; Kombination unterschiedlicher Sensoren für die Beschreibung von Vegetation; Waldinventuren; topographische Modelle; Solarstrahlung; Forstwegenetz.

https://www.geo.tuwien.ac.at/staff/1032/hollaus-markus

 

Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Ursula Nopp-Mayr: Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsschwerpunkte: Wildtierökologie; Wildtier-Pflanze-Interaktionen; Herbivorie und Verjüngungsdynamik; Urwaldforschung; Waldschadensprävention; Lebensraummanagement Wald; Wildwiederkäuer; Raufußhühner; Lebensraummodellierung.

https://online.boku.ac.at/BOKUonline/visitenkarte.show_vcard?pPersonenId=F5A753ACC9F2D413&pPersonenGruppe=3

 

Univ.Prof. i.R. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Friedrich Reimoser: Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung, Universität für Bodenkultur Wien, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Veterinärmedizinische Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Wechselwirkungen Huftiere und Waldvegetation; Entwicklung von Monitoring‐Methoden; Forstliche Einflüsse auf Wildtierhabitate und deren Wildschadenanfälligkeit; Nationalparkforschung; Entwicklung nationalparkkonformes Wildtiermanagement; Wildökologische Raumplanung (WESP – Wildlife Ecological Spatial Planning); Integrales nachhaltiges Wildtiermanagement – Nachhaltigkeitskriterien und ‐indikatoren für Jagd, Land‐ und Forstwirtschaft, Freizeit‐ und Erholungsmanagement.

wildlife.reimoser.info

 

Univ.Prof. i.R. Dr.phil. Axel Schopf: Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz, Department für Wald- und Bodenwissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsschwerpunkte: Entomologie; Wirtspflanzen-Insekten-Beziehungen; Ökophysiologie; Monitoring und Risikoabschätzung von Schadinsekten.

https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.person_uebersicht?id_in=231&menue_id_in=101&sprache_in=de

 

Assoz. Prof. Dr. Steven Weiss: Institut für Biologie Universität Graz. Steven Weiss ist seit Herbst 2002 Mitglied des Lehrkörpers des Instituts für Biologie (ursprünglich Institut für Zoologie) und war zuvor als Postdoktorand in Portugal und Wien tätig. (Universität für Bodenkultur in Kooperation mit dem Veterinärmedizinische Uni in Wien). Er promovierte an der BOKU in Wien und erwarb seine Bachelor- und Masterabschlüsse in den USA in den Bereichen Ökologie und Management natürlicher Ressourcen. Er ist Vorstandsmitglied von NOBIS Austria und IUCN Focal Point Authority der Salmonid Specialist Group.  Er hat verschiedene NGOs auf nationaler und internationaler Ebene unterstützt, die sich für den Schutz von Süßwasserflüssen einsetzen, und ist häufig in der lokalen, nationalen und internationalen Presse über den Schutz von Flüssen und Süßwasserfischarten in Europa erschienen.  Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Evolution, der Ökologie und der Erhaltung von Salmonidenarten in ganz Eurasien, insbesondere durch den Einsatz genetischer Methoden.  

https://homepage.uni-graz.at/de/steven.weiss/

 

 

 

Eine Literaturliste zu bisherigen Forschungsergebnissen finden Sie hier: Bestandsliste-Literatur-Stand-2011

Bisherige Forschungsprojekte und Publikationen finden Sie hier: 

FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:

Wie im Forschungs- und Monitoringkonzept 2013 niedergeschrieben, bilden folgende Themen die Schwerpunkte unseres Forschungsprogrammes:

  • Fortlaufende Inventarisierung von Flora, Fauna und Lebensräumen
  • Langfristiges Monitoring von Indikatorarten, der Managementmaßnahmen, der Waldentwicklung, abiotischer Standortfaktoren, der Wildtierpopulationen, der Neobiota und der menschlichen Besucher*innen des Wildnisgebietes
  • Forschung zur Prozessdynamik und Störungsökologie des Berg(ur)waldes sowie zu den ökosystemaren Leistungen des geschützten Ökosystems
  • Forschung zur Gewässerökologie des Lassingbachs

WAS IST ZU BEACHTEN? 

Alle Forschungsarbeiten im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal bedürfen der Genehmigung.

Nachfolgende Kriterien sollten bei der Abfassung eines Forschungsantrages berücksichtigt werden:

  • Methodik: Die Forschungsarbeiten dürfen das Schutzziel und störungssensiblen Arten oder/und Lebensräume nicht beeinträchtigen und sollen so wenig invasiv wie möglich sein. Generell wird der beobachtenden Forschung im Gelände der Vorrang vor experimentellen Methoden eingeräumt. 
  • Standortspezifität: Sofern bestimmte Forschungsthemen zwingend nur im Wildnisgebiet möglich sind, können sie durchgeführt werden. Andernfalls müssen sie anderswo in zumindest gleicher bzw. ausreichender Qualität bearbeitet werden. 
  • Relevanz: Projektergebnisse müssen relevant für die Scientific Community, den Naturschutz, die Aufgaben der Schutzgebietsverwaltung (Management des Gebietes), Bildungsaufgaben, Öffentlichkeitsarbeit sein.
  • Nachhaltigkeit: Längerfristige Kooperatione werden gegenüber kurzfristig angelegten Projekten bevorzugt.
  • Konformität mit einem Schwerpunktthema (siehe Forschungskonzept) ist Voraussetzung.


JETZT DIE WILDNIS ERFORSCHEN:

Sie haben Interesse Ihr Forschungsprojekt im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal durchzuführen? Dann melden Sie sich bei unserer Forschungskoordinatorin Mag. rer. nat. Laura Pabst!

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