Archiv der Kategorie: News aus dem Wildnisgebiet

VORSTELLUNG DES REGIONALPROJEKTES WELTNATURERBEZENTRUM „HAUS DER WILDNIS“

Am 23. März fand in Lunz am See die Präsentation des "HAUS DER WILDNIS "statt. Die große Teilnahme der Bevölkerung und die hohe Beteiligung von Gemeindevertretern selbst aus weit entfernten Gemeinden zeigt wie wertvoll das Projekt für die Region ist.

Nach der Begrüßung durch den Moderator Stefan Hackl (GF Eisenstraße Niederösterreich) stellte Martin Ploderer (Bgm. Lunz am See) die Entstehungsgeschichte und Rahmenbedingungen des Projektes vor.

Leditznig Christoph (GF Wildnisgebiet Dürrenstein) führte den geplanten Einsatz innovativer Technologien, wie Augmented Reality und Virtual Reality vor, der den künftigen Besuchern den Urwald und das gesamte Wildnisgebiet bzw. Weltnaturerbe erlebbar machen soll.

Architekt Christoph Maurer (GF Maurer & Partner), dessen Büro die Planung  sponsert, präsentierte das des Gebäude.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte in seiner Festrede  wie wichtig der Bau dieses Weltnaturerbezentrums sei,  um den Wert unserer Wälder vermittelt zu können.

 

 


Die Großen Drei sind online!

Die Informationsplattform www.beutegreifer.at berichtet ab sofort über Bär, Luchs und Wolf in Österreich. Ziel der Plattform ist eine sachliche Information aller, die sich für das Thema der großen Beutegreifer interessieren oder davon betroffen sind.

Themenbereiche sind Biologie, Konfliktfelder und ökologische Funktion. Die Seite gibt Auskunft über die Verbreitung und den rechtlichen Status dieser Arten. Sichtungen und Schadensfälle können direkt an den zuständigen Ansprechpartner des jeweiligen Bundeslandes online gemeldet werden. Über die neuesten Entwicklungen in Sachen Bär, Luchs und Wolf wird unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ informiert.

Seit einigen Jahren nimmt die Anzahl der Wolfsnachweise in Österreich ebenso zu wie die Diskussionen darüber, ob große Beutegreifer in unserer Kulturlandschaft noch einen Platz haben. Ob dafür oder dagegen, kalt lässt die Debatte niemanden. Gerade der Wolf ruft eine Mischung aus Neugier und Unbehagen hervor. Umso wichtiger ist es, dass den Interessierten und Betroffenen sachliche Informationen in verständlicher Form und einfach auffindbar zur Verfügung gestellt werden.

Die Plattform www.beutegreifer.at wurde vom Büro für Wildökologie und Forstwirtschaft aus Mitteln zur Entwicklung für den ländlichen Raum LE 2014-2020, mit Unterstützung von Bund und Europäischer Union erstellt. Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an  Mag. Stephanie Wohlfahrt

Bitte Feedback oder neueste Informationen zum Thema (Schadensfälle, Beobachtungen) unbedingt MELDEN, damit die Seite auch weiterhin aktuell bleiben kann!


23. März: Vorstellung des Regionalprojektes Weltnaturerbezentrum „HAUS DER WILDNIS“

Noch heuer soll in Lunz am See mit dem Bau des Weltnaturerbezentrums HAUS DER WILDNIS begonnen werden. Hintergrund ist, dass durch den stetig steigenden Bekanntheitsgrad des Wildnisgebietes auch die Anforderungen daran steigen. Wir können jedoch aus Rücksicht auf die Natur auch weiterhin nur einer limitierten Zahl an Besuchern das Wildnisgebiet zeigen. Das Zentrum soll dieser Entwicklung z.T. Abhilfe schaffen, indem durch eine attraktive Ausstellung das Gebiet präsentiert werden kann.

Am 23.3.2018 wird das Projekt der Region in Lunz am See vorgestellt:

  • Termin: 23.3.2018 um 19 Uhr
  • Ort: Turnhalle Lunz am See, Schulstraße 5, 3293 Lunz am See
  • freie Verpflegung durch die Landwirtschaftlich Fachschule Gaming

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Weltnaturerbe bekommt Zentrum!

Mit 7. Juli 2017 wurde das einzige Wildnisgebiet Österreichs, das Wildnisgebiet Dürrenstein im Bezirk Scheibbs, gemeinsam mit dem oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen von der UNESCO zum ersten Weltnaturerbe Österreichs erklärt. Dieses einmalige Schutzgebiet steht damit in einer Reihe mit dem Grand Canyon, dem Yellowstone Nationalpark oder den Dolomiten.

Um dieser hohen Auszeichnung gerecht zu werden, hat sich das Land Niederösterreich gemeinsam mit privaten Unterstützern, insbesondere aus der Wirtschaft, entschlossen, ein Weltnaturerbezentrum zu errichten.

Unter dem Titel Weltnaturerbezentrum soll auch mit Unterstützung der Gemeinde und der Verwaltung des Wildnisgebietes in Lunz am See dieses Zentrum errichtet werden. Die Planungen durch das Architektenbüro Maurer & Partner sind jetzt soweit abgeschlossen, dass die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden können.

Die Kosten für das Weltnaturerbezetnrum betragen 5 Mio. €, wovon 50 % vom Land Niederösterreich im Rahmen des Programms zur Ländlichen Entwicklung bereit gestellt werden.

UNTERSTÜTZEN SIE UNS BITTE BEIM BAU DES WELTNATURERBEZENTRUMS

Im Weltnaturerbezentrum soll eine attraktive und zum Teil interaktive Ausstellung jung und alt für die Schönheiten und Besonderheiten der Natur und im Besonderen des Weltnaturerbes sensibilisieren. Moderne Medien wie Augmented Reality oder Virtual Reality werden es den BesucherInnen ermöglichen in das Wildnisgebiet einzutauchen.

LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf:
„Die Errichtung des Weltnaturerbezentrums ist ein konsequenter Schritt unserer Naturschutzarbeit in Niederösterreich, die darauf abzielt, die Schönheiten, aber auch die Probleme unserer Natur den BesucherInnen nahe zu bringen. Wir sehen das Zentrum als wichtigen Impuls für die Region“
 
Architekt Christoph Maurer:
„In der vom Menschen unberührten Natur herrscht Willkür und Ordnung zugleich. Es war mir wichtig das Weltnaturerbezentrum in Lunz am See in seiner Architektursprache so erscheinen zu lassen, dass Willkür und Ordnung einen Einklang finden. In meiner Laufbahn zählt das Haus der Wildnis zu einem meiner spannendsten Projekte.“
 
Dr. Gerhard Heiligenbrunner:
„Das Weltnaturerbezentrum ist nicht nur ein Projekt der Region, sondern es wird über die nationalen Grenzen hinaus wirken, da es in Europa noch kein Naturerbezetnrum gibt.“
 
GF Dr. Christoph Leditznig:
„Die Herausforderung für die Wildnisgebietsverwaltung bzw. für die Gestalter des Zentrums liegt darin, dieses einzigartige Schutzgebiet in einer Weise zu präsentieren, diedieser Einmaligkeit auch gerecht wird.“
 

 


Realisierung des „Weltnaturerbezentrums“

Seite Anfang Jänner laufen die intensiven Gespräche mit einzelnen Unterstützern des Weltnaturerbezentrums. So fand beispielsweise am 8. Jänner 2018 ein Gespräch betreffend Holzkonstruktion des Gebäudes in St. Pölten statt. Unter Beisein von Architekt Christoph Maurer, der Hochbauabteilung des Landes (Dipl. Ing. Josef Bichler undDipl. Ing. (FH) Thomas Luger), der Gemeinde Lunz am See (Bgm. Martin Ploderer) und der Wildnisgebietsverwaltung (Dr. Christoph Leditznig) trafen sich Vertreter unterschiedlichster Firmen zum Thema Holz. Es kam dabei zu einer Abstimmung zwischen der Firma Frischeis GmbH, vertreten durch GF Mag. Alexander Flatischler und Produktmanager Josef Markl sowie der beiden regionalen Holzbaufirmen Heigl und Strigl. Gemeinsam wurde die weitere Vorgehensweise zur Erfassung und Beschaffung der notwendigen Holzauszüge, Bauelemente usw. festgelegt. Sobald die Holzauszüge vorliegen, werden Firmen gesucht, die sich aktiv und in Form von Spenden an der Realisierung des Weltnaturerbezentrums beteiligen wollen und werden.

 


Erfolgreiche Kooperation!

Im Februar vergangenen Jahres konnte ein verletzt aufgegriffener Raufußbussard in der Greifvogel- und Eulenstation OAW des Naturschutzbundes gesundgepflegt, seitens der Wildnisgebietsverwaltung mit einem GPS-GSM-Solar-Sender versehen und wieder in die Freiheit entlassen werden.

Kurz nach seiner Freilassung verließ Alex, wie der Vogel genannt wird, Österreich und hielt sich einige Zeit in Tschechien auf, wo er nach einem kurzen Abstecher nach Polen, bis April blieb. Danach begann eine Wanderung, nicht wie erwartet nach Skandinavien, sondern in den „fernen“ Osten. Über Tschechien, Polen und die Ukraine wanderte der Greifvogel nach Russland. Auch dort setzte Alex seine Wanderung fort und erreichte am 21. Mai die Petschorasse, die die „Südostecke“ der Barentsee bildet. Von dort ging es weiter bis zum Jenissei Golf, dem östlichsten Punkt ihrer Wanderung. Bis dorthin hatte Alex eine Flugstrecke von mindestens 11.201 km zurückgelegt (die Entfernung resultiert aus der Summe der Strecken zwischen 2 benachbarten Ortungspunkten).

Bereits Anfang September begann Alex wieder seine Wanderung Richtung Süden. Er folgte dabei nicht jener Strecke, die der Vogel im Frühjahr genommen hatte, sondern flog direkt nach Süden, nach Kasachstan, und von dort entlang der Südgrenze Russlands in die Ukraine, um kurz danach wieder ins russische Grenzgebiet zurückzukehren, wo sich Alex noch immer aufhält.

Abschließend einige „hard Facts“ zur bisherigen Reise:

  • Die lineare Entfernung zwischen Freilassungsort und östlichstem Ortungspunkt beträgt mehr als 7.000 km.
  • Bis zum östlichsten Punkt der Reise legte Alex mindestens 11.201 km zurück.
  • Seit Beginn der Freilassung flog Alex mindestens 18.305 km.
  • Die weiteste Flugstecke in einem Monat wurde im Mai mit mindestens 4.863 km zurückgelegt.


Klingendes Weltnaturerbe

Am 14. Jänner abends fand in Bruckners Bierwelt eine Veranstaltung unter dem Titel „Klingendes Weltnaturerbe“ statt. Die sehr gut besuchte Veranstaltung zeigte die Vielgestaltigkeit des südwestlichen Niederösterreichs im Bezirk Scheibbs. Nicht nur, dass das Weltnaturerbe gefeiert wurde, auch die lokalen Vereine wurden seitens LH-Stellv. Dr. Stephan Pernkopf besonders hervorgehoben. Neben LAbg. Anton Erber betonte auch die Skiweltmeisterin Katrin Zettel ihre enge Verbundenheit mit der Region. Seitens Stephan Pernkopf wurde an die Region die Urkunde des Weltnaturerbes überreicht. Bis zur Eröffnung des künftigen Weltnaturerbezentrums wird diese Urkunde in Bruckners Bierwelt zu besichtigen sein. Das geplante Zentrum sei ein wichtiger Baustein für die gesamte Region, betonte Stephan Pernkopf in seiner Rede, zumal die Einbindung von privaten Unterstützern eine Besonderheit für die Naturschutzarbeit darstellen. Danke wurde daher auch an die „Freunde des Wildnisgebietes“ sowie an alle Wirtschaftsvertreter gerichtet.

Die zahlreiche Gäste genossen nach dem offiziellen Teil die Köstlichkeiten der Region und führten angeregte Diskussionen.


Kunst trifft Weltnaturerbe

In Abstimmung mit dem Land Niederösterreich und auf Initiative von Hrn. Ing. Franz Reiterlechner kam es kurz nach Weihnachten zu einem Meeting zwischen Prof. Josef Bramer, dessen Sohn Joseph sowie dem Geschäftsführer des Wildnisgebietes, Christoph Leditznig. Inhalt des Gespräches waren Überlegungen zu einer Kooperation zwischen dem über die Grenzen Österreichs hinaus bekannten Künstler Josef Bramer und dem Wildnisgebiet. Josef Bramer zeigte großes Interesse Zeichnungen im Wildnisgebiet anzufertigen. Die Arbeiten, die als große Chance zu sehen sind, das Wildnisgebiet auch einer weiteren, kulturinteressierten Bevölkerungsgruppe bekannt zu machen, werden bis zu 5 Tage vor Ort in Anspruch nehmen. Neben den Zeichnungen wird auch überlegt, aus den Ergebnissen dieser Arbeit ein Buch, das gemeinsam mit Joseph Bramer Jun., der als Fotograph arbeiten würde, herauszubringen.

v. Links: Leditznig, Prof. Joseph Bramer, Jospeh Bramer jun., Ing. Franz Reiterlechner
v. Links: Leditznig, Prof. Joseph Bramer, Jospeh Bramer jun., Ing. Franz Reiterlechner

Prof. Bramer stellte auch in Aussicht, die Bilder in einer Ausstellung zu präsentieren und durch den Verkauf einzelner Objekte das Wildnisgebiet finanziell zu unterstützen.


Kooperation gefestigt

Am 28. November 2017 unterzeichneten die Direktoren des Nationalparks Kalkalpen, Erich Mayrhofer, des Nationalparks Gesäuse, Herbert Wölger und des Wildnisgebietes Dürrenstein, Christoph Leditznig in Molln eine Vereinbarung zur Gründung eines Vereines. Inhalt diese Vereines ist eine stärkere Zusammenarbeit der drei genannten Schutzgebiete. Wie der Vereinsname „Weltnaturerbe Buchenwälder in den Nördlichen Kalkalpen – Eisenwurzen – kurz WEBU“ schon bezeichnender Weise aussagt, ist ein wesentliches Ziel dieses Vereines die Bewahrung alter Buchenwälder und Buchenurwälder. Den Weltnaturerbeflächen im Wildnisgebiet und im Nationalpark Kalkalpen gilt dabei natürlich besonderes Augenmerk. Der Verein soll dabei auch Ideen des Netzwerkes Naturwald unterstützen und bei Bedarf die Trägerschaft für bundesländerübergreifende Projekte übernehmen. Das Netzwerk Naturwald hat zum Ziel ökologisch wertvolle Flächen zwischen Oberösterreich, der Steiermark und dem Wildnisgebiet zu verbinden bzw. Trittsteine oder Korridore zu schaffen, ohne jedoch unbedingt neue Schutzgebiete zu etablieren. Es sollen Projekte initiiert bzw. bei deren Entwicklung und Umsetzung soll den Projektbetreibern hilfreich unter die Arme gegriffen werden. Christoph Leditznig sieht den Verein als Baustein im Bestreben, dass eine Region die naturräumlich zusammengehört, auch stärker zusammenwächst. Dies betrifft aber nicht nur Fragen der Ökologie und des Naturschutzes, sondern sehr wohl auch das gemeinsame Interesse an einem „vernünftigen“ Tourismuskonzept, so Leditznig weiter. Der Verein sieht auch die Möglichkeit vor, allfällige Interessenten, wie z.B. die Naturparke der Region, in den Verein aufzunehmen und in die aktive Arbeit einzubinden.

 

 


Das Weltnaturerbezentrum

Bei der Urkundenverleihung der UNESCO-Weltnaturerbeauszeichnung verkündeten Landeshauptfrau Mikl-Leitner und LHStv Stephan Pernkopf an, dass  diese selten verliehene Auszeichnung eine große Verantwortung mit sich ziehe, die über den Schutz der Gebiete hinaus geht. Daher ist der Bau eines Weltnaturerbezentrums, in dem der Wert  der Wälder, der Natur und ihre ökologischen Funktionen  vermittelt werden können geplant. 

Die Planung des Gebäudes ist bereits im Laufen, wobei eine starke private Beteiligung maßgeblich zum Erfolg des Projektes beitragen wird. Daher ist die Gründung eines Kuratoriums angedacht.

Das Weltnaturerbezentrum soll ein Regionsprojekt werden, das mit Hilfe neuer Techniken und einer interaktiven Ausstellung den Besuchern den Urwald und das gesamte Wildnisgebiet bzw. Weltnaturerbe erlebbar machen soll.

In letzter Konsequenz hängt die Existenz der Menschheit von einfachen, grundsätzlichen, ökologischen Regelkreisläufen ab. Zu den wesentlichen Aufgaben von Schutzgebieten gehört es auch, an ihrem Beispiel ein Verständnis für diese ökologischen Prozesse von früher Jugend an zu lehren. Am besten verständlich wird die Thematik, indem die emotionale Verbundenheit mit der Natur geweckt wird. Denn in jedem von uns steckt die Liebe zum Leben.

Das Weltnaturerbezentrum soll diese Form der Lehre ermöglichen, ohne dass eines der letzten Reste unberührter Natur durch ein übermäßiges Betreten von Menschen belastet wird. Auf diese Weise geben wir den nächsten Generationen das Werkzeug in die Hand, ihr eigenes Überleben zu sichern.

Unterstützen Sie uns bitte beim Bau des Weltnaturerbezentrums