Nur noch ein Schritt auf dem Weg zum steirischen Wildnisgebiet

Nachdem am 6. Juli die Erweiterung des Wildnisgebiet Dürrensteins ins steirische Lassingtal im Landtag beschlossen wurde, ist der letzte Schritt nur mehr die Zertifizierung durch die IUCN als international anerkanntes Schutzgebiet der Kategorie 1b. Dies wird voraussichtlich im Herbst geschehen. Durch den Zusammenschluss mit dem angrenzenden Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich entsteht ein europaweit einmaliges Schutzgebiet.

Mit etwa 3500 Hektar umfasst die steirische Erweiterung, wodurch das Schutzgebiet auf 7000 Hektar verdoppelt wird. Der weitgehend unregulierten Lassingbach liegt in den Gemeinden Landl und Wildalpen im hohen Norden der Steiermark. Seine ausgedehnten Schotterflächen und einmalige Begleitvegetation werden machen die Fläche für die Natur besonders wertvoll. Dieser Umstand ist bedeutend, weil der Urwald „Rothwald“ in den Lassingbach entwässert und dieser somit für verschiedene Organismen wichtige Migrationswege und Lebensräume bildet.

Nach langen Verhandlungen ist es der steirischen Umweltlandesrätin Ursula Lackner mit der Unterstützung zweier Unternehmer im März gelungen, die Ausdehnung des niederösterreichischen Wildnisgebietes auf die Steiermark zu realisieren.

Bereits am 3. Juli hatte Lackner anlässlich der bevorstehenden Zertifizierung alle Partnerinnen und Partner, die an den über viele Jahre hinweg andauernden Verhandlungen mitgewirkt haben zu einem Festakt geladen. Dieser fand am Rande des Wildnisgebietes statt, direkt am Zusammenfluss der Salza und des Lassingbaches. Die steirische Umweltlandesrätin konnte dabei unter anderem den niederösterreichischen Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl, die beiden Unternehmer Bernhard Astner, Partner hba Rechtsanwälte, und Herbert Gartner, CEO eQventure, die die Unterschutzstellung seit Jahren vorantreiben und auch finanziell unterstützen, begrüßen. Außerdem Gerald Plattner und Richard Höllerer von den Bundesforsten, die Landtagsabgeordneten Michaela Grubesa und Armin Forstner, die Bürgermeisterin und den Bürgermeister der Gemeinden Wildalpen und Landl, Karin Gulas und Bernhard Moser, Vertreterinnen und Vertreter der Wildnisgebietsverwaltung sowie weitere Ehrengäste.
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