Unterwegs mit Schnecken-Experten

Michael Duda und Luise Kruckenhauser (NHMW) im Rothwald; Foto: Sabine Fischer

Ende Mai durchstreifte wieder eine Gruppe Malakologen (Schnecken- und Muschelexperten) des Naturhistorischen Museums Wien in Begleitung von Sabine Fischer (Wildnisgebiet Dürrenstein) die Hundsau und den Rothwald. Bisher wurden ca. 70 Land- und Wasserschnecken- sowie 3 Erbsenmuschelarten auf der Fläche des Wildnisgebietes entdeckt, u.a. auch die endemische Zylinder-Felsenschnecke (Cylindrus obtusus), die vorwiegend oberhalb von 1.500m Seehöhe lebt.

Besonders abenteuerlich war der Aufstieg durch den Rothwald zum Oberen Ätztalboden auf 1.400m Seehöhe. Gute Pfadfinderkenntnisse waren gefragt, um den alten, kaum benutzten Jagdsteig nicht zu verlieren. Die vermoorten Flachdolinen und Quellaustritte sowie der Blick auf den Dürrenstein und den 200m höher liegenden Kamm entschädigten für die Strapazen. Mehrere Bodenproben und Moose wurden mitgenommen, um später in Ruhe gesiebt und untersucht zu werden, denn ein heraufziehendes Gewitter erlaubte keinen langen Aufenthalt.