Überreichung der UNESCO-Weltnaturerbeurkunde

Umweltminister Andrä Rupprechter überreichte die Urkunden an Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und  LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf
Umweltminister Andrä Rupprechter überreichte die Urkunden an Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf

Am 14. November wurde die Urkunde "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions in Europe"  in St. Pölten offiziell an die Schutzgebiete Wildnisgebiet Dürrenstein und Nationalpark Kalkalpen überreicht.

 

LH Mikl-Leitner, BM Rupprechter und LHStv Strugl beteuerten, was für eine Ehre die selten verliehene Auszeichnung des Weltnaturerbes für Österreich ist und wie in weiterer Folge verantwortungsvoll damit umgegangen werden muss! Die Welterbestätte umfasst Wäldern aus zwölf Staaten mit 78 Teilgebieten und 92.000 Hektar an streng geschützten Buchenwäldern. Österreich ist mit rund 7119 Hektar an geschützten Wäldern beteiligt, davon umfasst sind rund die Hälfte der Fläche des Wildnisgebietes Dürrenstein (1867 Hektar) und rund ein Viertel des Nationalparks Kalkalpen (5252 Hektar).

Nicht ein einziges der Gebiete darf von Zerstörung bedroht sein, oder sämtliche Gebiete verlieren ihre Anerkennung. Daher hat der Schutz dieser Flächen besondere Priorität. Teil dieser Verantwortung sei es in Österreich auch ein Weltnaturerbezentrum zu bauen, in dem der Wert  der Wälder und ihre ökologischen Funktionen  vermittelt werden können. 

Am Beginn der Zeremonie wurde eine Videoübertragung der UNESCO abgespielt und ein Film über das gesamte Weltnaturerbe  "Ancient and Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions in Europe" gezeigt: Nach der Eiszeit entwickelten sich die Buchenwälder zur dominanten Waldgesellschaft für große Teile Europas. Buchen bildeten oftmals sogar die Baumgrenze. Durch die Urbarmachung unserer Landschaft wurden im Laufe der Jahrtausende große Flächen an Wäldern gerodet und der Waldanteil wurde in vielen Ländern weit unter 50 % gedrückt. Das Waldbild und die Baumartenzusammensetzungen änderten sich infolge des menschlichen Einflusses. Buchenwälder in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen boten eine Vielzahl von Lebewesen Lebensraum. Durch das Zurückdrängen der Buche verloren viele Arten ihre Existenzgrundlage.

Die Auszeichnung als Weltnaturerbestätte soll den Erhalt der letzten naturnahen Buchenwaldreste sichern, damit auch die nächsten Generationen die Chance haben sich am Erbe dieser nahezu unberührten Wälder zu erfreuen.