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Projekte Übersicht

Die Wildnisgebietsverwaltung erhält seitens des Landes Niederösterreich eine Basisfinanzierung zur Erfüllung ihrer Kernaufgaben. Um jedoch darüber hinaus Ideen und Aufgaben verwirklichen zu können, ist es notwendig, über drittmittelfinanzierte Projekte zusätzliche Finanzmittel zu lukrieren. Diese Finanzmittel können sowohl aus öffentlichen Geldern, insbesondere Fördermittel der Europäischen Union, wie auch von privaten Sponsoren stammen.

Das Ziel dieser Projekte ist es, spezifische Aufgaben der Wildnisgebietsverwaltung, wie beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit, auf eine breite Basis zu stellen und diese weiter zu entwickeln. Meist werden diese Fördermittel für Maßnahmen im Bereich des Artenschutzes, der Forschung, oder des Naturraummanagements (im Sinne eines IUCN-anerkannten Wildnisgebietes) eingesetzt.

Die Bemühungen der Wildnisgebietsverwaltung sollen auch in der Öffentlichkeit transparenter gemacht werden, um die Ziele und den Wert eines derartigen Schutzgebietes besser erklären zu können. Dies dient in weiterer Folge auch der Akzeptanzsteigerung.

Beispiele für derartige Projekte sind die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit oder die Wiederansiedlung des Habichtskauzes in Österreich. Jährlich bearbeitet die Wildnisgebietsverwaltung 5 – 10 derartige Projekte, wobei die Dauer der Bearbeitung im Mittel drei bis vier Jahre beträgt.

Die Landschnecken im Wildnisgebiet

In einem natürlichen Ökosystem haben Schnecken (Gastropoda) wichtige Funktionen als Zerkleinerer von organischem Material und als Beutetiere im Nahrungsnetz. Bei uns Menschen sind sie wenig beliebt, da manche Arten, wie die Spanische Wegschnecke (sie ist vielerorts schon die häufigste Schneckenart), beträchtliche Fraßschäden im Garten verursachen. Wir sollten aber nicht alle Schnecken "in einen Topf werfen"! Gehäuseschnecken wie Schnirkel- oder Weinbergschnecken richten nur geringe Schäden an und werden zu Unrecht verfolgt – die Weinbergschnecke steht sogar unter Schutz.

Ein Projekt im Wildnisgebiet Dürrenstein nimmt sich nun dieser oft vernachlässigten Organismengruppe an. Zur aktuellen Verbreitung der Landgehäuseschnecken in Österreich bestehen große Wissenslücken. Da Schnecken viele Endemiten hervorgebracht haben – also Arten, die sich durch ein kleines Verbreitungsgebiet auszeichnen – ist es besonders wichtig, diese lokalen Vorkommen zu kennen, da schon kleine Umweltveränderungen zu einer starken Gefährdung führen können; bei Quellschnecken genügt hierzu beispielsweise die Verschmutzung der Quelle.

Landschnecken sind aufgrund ihrer eingeschränkten Vagilität auch gute Indikatoren für den Zustand von Waldlebensräumen, da sie gute Zeigerorganismen für die Ungestörtheit des Waldbodens sind. Die ökologisch sensiblen Arten können nach bisherigen Erfahrungen sekundäre Biotope nur schwer besiedeln und sterben bei Verschlechterung der Lebensbedingungen aus.

Einen ersten Einblick in die Molluskenfauna des Wildnisgebietes gab die Beprobung von Quellen im Rahmen der Bach- und Quellwochen 2013 und 2014 (in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Gesäuse). Neben den Quellschnecken dokumentieren die Zufallsfunde mehrerer wertgebender Landschneckenarten die Bedeutung des Untersuchungsgebiets für Mollusken. So konnten im Probenmaterial die gefährdete Gestreifte Windelschnecke (Vertigo substriata; RL Österreich "VU") und die Spindel-Schließmundschnecke (Fusulus interruptus; RL Österreich "NT") ermittelt werden.

Spülsaum Hundsaubach, Wildnisgebiet Dürrenstein
Spülsaum Hundsaubach, Wildnisgebiet Dürrenstein

 

Um das zu erwartende Artenspektrum von bis zu 100 Arten zu erfassen, wurde im Sommer 2015 mit der gezielten händischen Aufsammlung von Leergehäusen begonnen. Um Arten mit unterschiedlichen Lebensraumansprüchen und Nischen erfassen zu können, dient die Kartierung der FFH-Lebensraumtypen von 2001 als wichtige Planungsgrundlage für die Festlegung der Probestellen. Die damals noch nicht erfassten Lebensräume im Erweiterungsgebiet werden natürlich mit einbezogen. Bei der händischen Aufsammlung wird an besonderen Strukturen, die ein Vorkommen von Gastropoden vermuten lassen (Totholz, Rindenstücke, Moospolster, Steine, Felsspalten, feuchte Senken), nach Landschnecken gesucht. Auch die organische Bodenauflage (Laubstreu, Baummulm etc.) wird untersucht. Weiters ist das Auslesen von "Genisten" (durch Bäche und Flüsse zusammengeschwemmtes Schalenmaterial) eine geeignete Methode zur qualitativen Erfassung der Landschneckenfauna im Wildnisgebiet. Aus den vorgefundenen Leergehäusen wird eine Belegsammlung für Vergleichszwecke aufgebaut.

Bisher wurden >50 Landschneckenarten identifiziert, Leergehäuse von 35 Arten konnten bereits in die Belegsammlung aufgenommen werden. Potentiell könnten noch etwa doppelt so viele Arten im Wildnisgebiet zu entdecken sein!

Eine Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft "Alpine Land Snails" des Naturhistorischen Museums Wien ermöglicht eine sichere Bestimmung der Arten und gemeinsame Aufsammlungen im Freiland. Für 2016 sind Exkursionen am Dürrenstein geplant, um Arten offener Felsflächen und alpiner Wiesen zu finden.

Sabine Fischer (re.) mit Experten der AG Land Snails NHMW
Sabine Fischer (re.) mit Experten der AG Land Snails NHMW

Das Schneckenprojekt soll auch mögliche Bestände von Molluskenarten des Anhangs II der FFH-Richtlinie prüfen: Die multihabitate Art Vertigo angustior (Schmale Windelschnecke) sowie die Flachmoorbewohner V. genesii (Blanke Windelschnecke) und V. geyeri (Vierzähnige Windelschnecke) könnten im Wildnisgebiet vorkommen.

Nähere Informationen zum Molluskenprojekt bekommen Sie bei der Projektleiterin Dr. Sabine Fischer vom Wildnisgebiet Dürrenstein → weiter zum Kontaktformular

Fledermausschutz im „Netzwerk Naturwald“

Die Fledermäuse zählen zu den am stärksten gefährdeten Wirbeltiergruppen in Österreich – bedingt durch die hohen Lebensraumansprüche mit zeitlich und räumlich getrennten Quartieren und Jagdgebieten. Viele Fledermausarten finden sich in den "Roten Listen der gefährdeten Tiere Österreichs" wieder. In der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU sind neun der aktuell 28 in Österreich nachgewiesenen Fledermausarten im Anhang II angeführt.

Aufgrund ihrer Wanderungen zwischen den Quartieren und den Jagdgebieten eignen sich Fledermäuse als Indikatoren für großräumige Biotopvernetzung und für Naturwälder. So zeigen aufgrund ihrer hohen Lebensraumansprüche die Bechstein- (Myotis bechsteinii), die Nymphen- (Myotis alcathoe) und in geringerem Maße auch die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) naturnahe Waldbestände und eine geringe Lebensraumzerschneidung an.

Als Pilotprojekt im Rahmen der Initiative "Netzwerk Naturwald" wurde Anfang 2013 vom Wildnisgebiet Dürrenstein ein Projekt zum Schutz von Fledermäusen initiiert. Ein Schwerpunkt ist das Anbringen von Ersatzquartieren, um das – insbesondere für Waldfledermäuse – spärliche Angebot an natürlichen Quartieren in der Region auszugleichen, um die Bestände zu stabilisieren und um den Kontakt von Teilpopulationen zu erleichtern. Durch die Kontrolle dieser Ersatzquartiere und durch die nächtliche Rufaufzeichnung mit Detektoren ist ein Monitoring der heimischen Fledermausarten möglich. Weiters wird ein Nutzungsverzicht der (idealerweise alten Laub-)Bäume mit Fledermaus(ersatz-)quartieren angestrebt – ein Schritt zur Ausweisung von Naturwaldinseln bzw. Trittsteinen. Die Grundeigentümer werden auf Vorkommen geschützter Arten hingewiesen und über mögliche Schutzmaßnahmen informiert.

Im Jahr 2013 wurden im Projektgebiet von "Netzwerk Naturwald" (Download pdf) 100 Ersatzquartiere (Fledermauskästen) in NÖ und 2014 weitere 50 Kästen in der Steiermark angebracht. 2 bis 3 x pro Jahr werden diese 150 Kästen kontrolliert und gewartet.

Zwischenbericht

Einen detaillierten Bericht über das Fledermausprojekt des Wildnisgebietes finden sie in Band 5 der Silva Fera (Fischer 2016).

Bisher konnten in den Ersatzquartieren in NÖ zwei bis drei Arten bestätigt werden, die flexible "Allrounder" sind, eine Vielzahl an Lebensräumen besiedeln können und im Gebiet häufig vorkommen: Zwerg- sowie Bart- und/oder Brandtfledermäuse (die letzteren zwei Arten sind im Feld schwer zu unterscheiden). Bisher wurden in neun von zehn Ersatzquartier-Revieren in NÖ Fledermäuse angetroffen, insgesamt in 15 von 100 Kästen. Was die Vorliebe für bestimmte Quartiermodelle betrifft, so ist das selbstgebaute, flache Fledermausbrett aus Lärchenholz bisher der eindeutige "Testsieger".

In den Jahren 2013 und 2014 wurden in insgesamt 49 Stunden 938 Fledermaus-Rufsequenzen mit einer automatischen Rufaufzeichnungseinheit (Batlogger M) aufgenommen. Außergewöhnlich hoch war die Rufaktivität der Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) – was darauf hindeutet, dass dies die häufigste Art im Untersuchungsgebiet ist. Ebenfalls häufig waren die Rufe der Mausohrfledermäuse (bis zu neun Arten im Untersuchungsgebiet). Aufgrund ihrer Ähnlichkeit sind diese schwierig aufzuschlüsseln, aber folgende Arten wurden mit großer Wahrscheinlichkeit registriert: Fransenfledermaus (Myotis nattereri), Wasserfledermaus (Myotis daubentonii), die Zwillingsarten Bart-/Brandtfledermaus (Myotis mystacinus/M. brandtii). Die Bechsteinfledermaus (M. bechsteinii), eine Waldfledermaus, die Buchen- und Eichenwälder mit vielen alten Bäumen bevorzugt, konnte erfreulicherweise durch die Masterarbeit von Teresa Knoll (siehe Silva Fera 5, 2016) im Wildnisgebiet nachgewiesen werden. Erfreulich und bemerkenswert ist die Rufaktivität weiterer FFH-relevanter Arten im Untersuchungsgebiet: die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) und die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) konnten an mehreren Transekten nachgewiesen werden.

Nähere Informationen zum Artenschutzprojekt Fledermäuse bekommen Sie auch bei der Projektleiterin Dr. Sabine Fischer vom Wildnisgebiet Dürrenstein (sabine.fischer(ät)wildnisgebiet.at ).

Das Land Niederösterreich unterstützt das Fledermausprojekt. Naturschutzlandesrat Stephan Pernkopf freut sich über die Tatsache, dass dieses Artenschutzprojekt von den Bundesländern Niederösterreich, Steiermark und Oberösterreich gemeinsam durchgeführt wird und sieht es als wichtigen Schritt zur Sicherung der heimischen Fledermausarten.

Naturschutzlandesrat Dr. Stephan Pernkopf unterstützt das Fledermausprojekt (mit Projektleiterin Dr. Sabine Fischer)
Abbildung: Naturschutzlandesrat Dr. Stephan Pernkopf unterstützt das Fledermausprojekt (mit Projektleiterin Dr. Sabine Fischer)

Econnect

econnect Logo, weiter zu www.econnect/eu

Das EU-Projekt ECONNECT war bisher eines der größten europäischen Projekte zur Verbesserung der ökologischen Vernetzung in den Alpen. Nach dreijähriger Forschung und Tätigkeit vor Ort endete das Projekt Ende 2011.

Drei Jahre lang arbeiteten 16 Partner aus der Europäischen Union an Maßnahmen zur besseren ökologischen Vernetzung des Alpenbogens – von Monaco, Frankreich, der Schweiz, Italien, Liechtenstein, Deutschland und Österreich bis Slowenien.

Das Projekt wurde vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien koordiniert und mit weiteren Partnern, wie dem Institut für Ökologie der Universität Innsbruck, dem Umweltbundesamt, dem Nationalpark Hohe Tauern und dem Nationalpark Gesäuse, umgesetzt.

In der Pilotregion "Nördliche Kalkalpen/Eisenwurzen/Gesäuse/Dürrenstein" organisierte der Nationalpark Gesäuse gemeinsam mit den Verwaltungen des Nationalparks Kalkalpen und des Wildnisgebietes Dürrenstein die Aktivitäten im Rahmen von ECONNECT.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Lead-Partners Nationalpark Gesäuse http://www.nationalpark.co.at/nationalpark/de/naturraum-econnect.php

sowie auf der Website des europaweiten Econnect-Projektes http://www.econnectproject.eu/

Abbildung: Die Pilotregionen des Projektes „Econnect“

Publikationen

  • Kohl I. & C. Leditznig (2011): Einsatz der Telemetrie zur Unterstuetzung der Wiederansiedlung des Habichtskauz (Strix uralensis) im Wildnisgebiet Duerrenstein (Österreich). Vortrag bei der 27. Jahrestagung der AG Eulen in Bredelar.
    Download   Eulen-Rundblick_2-4.pdf
  • Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein (2013): Sonderheft Habichtskauz. Silva Fera 2.
    → zu Silva Fera
  • Leditznig C. (2013): Die Wiederansiedlung des Habichtskauzes (Strix uralensis) im Wildnisgebiet Dürrenstein. Acta ornithoecologica 7 (4): 239 – 258.
  • Kohl I. & C. Leditznig (2014): Die Wiederansiedlung des Habichtskauz‘ (Strix uralensis) in Österreich – Überblick über fünf Jahre Forschung im Wildnisgebiet Dürrenstein Vortrag bei der 29. Jahrestagung der AG Eulen 2013 in Waren/Müritz. Eulen-Rundblick Nr. 64: 27-41.
    Download   Eulenrundblick_2014.pdf
  • Leditznig C. & I. Kohl (2014): Habitatanalyse beim Habichtskauz (Strix uralensis) im Rahmen der Wiederansiedlung am niederösterreichischen Alpennordrand. Silva Fera, Bd. 3: 71-103.
    Download   Silva_Fera_71-103_Leditznig.pdf
  • Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union

Wildnisgebiet Dürrenstein mit freundlicher Unterstützung von Europäischer Union, Land Niederösterreich, Lebensministerium

Wildtier-Monitoring

zur Erhebung von Wildtieren (Großcarnivore, Raufußhühner, Schalenwild, Eulen) im Wildnisgebiet Dürrenstein

Einleitung

Das Wildnisgebiet Dürrenstein ist verpflichtet, neben seinem Bildungsauftrag auch das Arteninventar sowohl in Qualität, als auch in Quantität zu erfassen. Besonders bei dämmerungs- und nachtaktiven Tieren ist dies meist sehr schwierig, zumal diese Arten oftmals auch sehr störungsempfindlich sind. Die heimliche Lebensweise bedeutet auch, dass eine mögliche Erfassung der Tiere in der Regel mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist, soweit die Erfassungstätigkeit nicht weitestgehend automatisiert werden kann.

Davon betroffen sind u. a. Arten wie Braunbär, Luchs, Wolf, Fuchs, Dachs, Baum- und Steinmarder, aber auch Schalenwildarten wie z. B. Rotwild und die im Wildnisgebiet vorkommenden Raufußhühner und Eulen. Um nun der Aufgabe zur Erfassung dieser Tierarten besser nachkommen zu können, wurden im Rahmen eine Pilotversuches, der durch den Lions Club Wieselburg finanziell maßgeblich unterstütz wurde, Fotofallen angeschafft.

Methodik

Aufgrund der begrenzten finanziellen, aber v. a. auch personellen Ressourcen der Wildnisgebietsverwaltung besteht die Möglichkeit zur kontinuierlichen und einer annähernd systematischen Erfassung der Tiere in einem weitgehend automatisch und möglichst unabhängig arbeitenden Equipment. Fotofallen und Haarfallen erfüllen diese Kriterien und ermöglichen im Wildnisgebiet Dürrenstein die gewünschte zuverlässige Erhebung der Wildtiere. Die Fotofallen werden dabei durch einen Infrarotsensor bzw. durch die Unterbrechung eines Lichtstrahls ausgelöst.

Für diese automatisierten Erhebungen sollen verwendet werden:

  • Fotofalle
  • Lichtschranke in Verbindung mit Fotoapparat
  • Haarfallen mit Lockstoffen

Bei Haarfallen soll die Art durch Duftstoffe angelockt zu einer dafür vorgesehenen Stelle zur Markierung animiert werden. Die Anbringung der jeweiligen "Falle" kann an natürlichen Tränken, Wildwechseln, Kadavern usw. erfolgen. An Standorten, die nicht durch Fotofallen kontrolliert sind, sollen die Wildtierarten durch chemisch-physikalisch-biologische Haaruntersuchungen bestimmt werden. Weiteren Fragestellungen sollen durch genetische Untersuchungen von Haaren, Kot, Urin und Speichel beantwortet werden.

Erste Ergebnisse

In einer ersten Versuchsanordnung wurden 3 Fallen vorerst ohne Duftstoffe oder dgl. an ausgewählten Orten, wie Wildwechseln usw. angebracht. Auch wenn die Fotoqualität unmittelbar bei bewegten Tieren vorerst nicht herausragend ist, so war das Ergebnis doch überraschend gut. innerhalb nur sehr weniger Nächte gingen Dachs, Fuchs, Rot- und Rehwild in die "Falle".

Abbildungen der verwendeten Fotofallentypen.

Vorschau

Diese überaus erfreulichen Ergebnisse veranlassen uns, ein groß angelegtes Projekt für das gesamte Wildnisgebiet zu starten, wobei hierbei auch ein Schwerpunkt auf Raufußhuhnarten und genetische Untersuchungen gelegt werden soll.

Abbildung: Ein Mäusebussard wurde an einem der Futtertische für die ausgewilderten Habichtskäuze fotografiert.

 

Fotos

An verschiedenen, uns geeignet erscheinenden Stellen, wurden Kameras mit Infrarotblitzen installiert. Die Aufnahmen dieser Kameras zeigen, dass sich sowohl bei Tage, als auch während der Nachtstunden viele Tiere, die der Besucher in der Regel nur sehr selten zu Gesicht bekommt, entlang dieser Wege und Plätze aufhalten. Die Aufnahmen, auch wenn sie manchmal unscharf sind, spiegeln das unbeeinflusste Verhalten der Tiere wider und geben damit einen Einblick in deren Leben. Zum Einsatz kommen bis zu 30 Selbstauslöserkameras und auch eine Kamera, die mittels Lichtschranke ausgelöst wird. Durch den Einsatz eines Blitzes liefert diese Kamera hervorragende Bilder, die auch die individuelle Unterscheidung der Tiere möglich machen.

Pufferzonenmodell Wildnisgebiet Dürrenstein

Die klimatischen Veränderungen im Bereich des Alpenbogens und die damit einhergehende Erwärmung sowie die zu befürchtende Zunahme allfälliger Sturmereignisse, wie beispielsweise im Jänner 2007 der Sturm „Kyrill“, lassen für die Zukunft auch im Wildnisgebiet Dürrenstein großflächigere Ereignisse nicht ausschließen. Windwürfe, die als Teil natürlicher Prozesse anzusehen sind und daher den Zielen des Wildnisgebietes nicht widersprechen, könnten durch die Folgen derselben, wie Borkenkäferbefall, zu einer Gefährdung angrenzender Wirtschaftswälder im Gebiet der Forstverwaltungen führen. Durch Ausweisung basierend auf den naturräumlichen Gegebenheiten und der Lebensraumkartierung im Rahmen des LIFE-Projektes Wildnisgebiet Dürrenstein wurde unter Einbindung der verantwortlichen Behörden (Naturschutzabteilung des Landes NÖ und Bezirkshauptmannschaft Scheibbs) und basierend auf Festlegungen des Wissenschaftlichen Beirates des Wildnisgebietes Dürrenstein, Univ. Prof. Dr. Axel Schopf, Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz, BOKU folgende Übereinkunft getroffen.

Die gegenständliche Forstverwaltung und die Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein richten angrenzend an das bestehende Wildnisgebiet Dürrenstein auf Wirtschaftsflächen der Forstverwaltung Pufferzonen ein. Die Auswahl der Zonen erfolgt ausschließlich unter Einbeziehung fachlich relevanter Aspekte. Die Festlegung für die maximal 300 m breite Zone orientiert sich daher insbesondere am Fichtenanteil in der Pufferzone, am Fichtenanteil in den an die Pufferzone grenzenden Beständen des Wildnisgebietes und am Bestandesalter. Um eine fachlich sinnvolle Abgrenzung gewährleisten zu können, kann die Zonenbreite um bis zu maximal 250 – 300 m überschritten werden (z. B.: Die Pufferzonengrenze würde bei 300 m Breite durch ein Waldstück mit einheitlichem Bestandesaufbau verlaufen). In diesem Fall wird die Bestandesgrenze bzw. der Bestand bis zu einem max. Abstand von 550 – 600 m zur WG-Grenze als Pufferzonengrenze herangezogen.

In dieser Zone werden forsthygienische Maßnahmen in einem Umfang gesetzt, der ein großflächiges Übergreifen des Borkenkäfers, im Speziellen des Buchdruckers (Ips typographus), auf Wirtschaftswälder außerhalb des Wildnisgebietes und der Pufferzone verhindern sollen.

  • Die Pufferzone wird durch das Personal der Forstverwaltung in Erfüllung ihres forstgesetzlichen Auftrages während der Vegetationsperiode regelmäßig auf Borkenkäferbefall hin untersucht. Sollten auch der Schutzgebietsverwaltung Schäden durch Borkenkäfer in der Pufferzone bekannt werden, so sind diese ebenfalls umgehend der Forstverwaltung zu melden, die dann für deren Beseitigung zu sorgen hat.
  • Für den Ausflug der Jungkäfer aus den bereits im Herbst befallenen Bäumen im Frühjahr können in Absprache mit der Schutzgebietsverwaltung von der Forstverwaltung je nach Gegebenheiten der angrenzenden Bestände sogenannte Fanggruppen von stehenden Fichten (3 – 5 Bäume je Standort) durch Ringelung im Herbst und zeitgerechter Anbringung von Pheromondispensern im Frühjahr in der Pufferzone eingerichtet werden, die zum Abfangen der ausfliegenden Käfer dienen. Damit wird vermieden, dass durch hohe Schneelage ein zu spätes Auflegen der Fangbäume erfolgt bzw. Fangbäume vom Schnee zum Zeitpunkt des Käferfluges im Frühjahr überdeckt sind. Bei einem Befall der stehenden Fangbäume müssen entsprechend den forstgesetzlichen Bestimmungen Fangbäume nachgelegt werden. Die Zahl der Fangbäume ist der Schutzgebietsverwaltung bekannt zu geben.
  • Zudem werden in Absprache mit der Schutzgebietsverwaltung von der Forstverwaltung im Frühjahr und abhängig von der Befallsintensität der stehenden Fangbäumen an neuralgischen Punkten (z. B. massiver Befall im Wildnisgebiet im vorangegangenen Jahr) zur Kontrolle der Borkenkäferentwicklung und zum Abfangen der Käfer Fangbäume mit Pheromondispensern in der Pufferzone vorgelegt. Die Zahl der Fangbäume wird gemeinsam festgelegt.
  • Nach Befallsbeginn der Fangbäume, unabhängig ob stehend oder liegend, müssen die Pheromondispenser umgehend von der Forstverwaltung entfernt werden.
  • Befallene Fangbäume, unabhängig davon ob stehend oder liegend, müssen entsprechend den forstgesetzlichen Bestimmungen vom Grundeigentümer bzw. Bewirtschafter aus der Pufferzone entfernt werden.
  • Das jeweils aktuelle Schadbild des Wildnisgebietes wird im Herbst jedes Jahres durch das Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz (BOKU Wien) oder einer vergleichbaren Institution, die das Vertrauen beider Vertragsparteien genießt, erhoben und kartographisch dargestellt, um die Käferentwicklung im Wildnisgebiet entsprechend zu dokumentieren.
  • Zur Kontrolle der Borkenkäferentwicklung und als Basis für die Berechnung des Borkenkäferindex‘ müssen von der Forstverwaltung an durch die Vertragsparteien gemeinsam festzulegenden Orten Pheromonfallen platziert werden.
  • Beide Vertragsparteien haben das Recht, externe Gutachter als Berater beizuziehen.
  • Durch die Einrichtung dieser Pufferzone kommen die Vertragspartien darüber ein, dass alle forsthygienischen Eingriffe im Wildnisgebiet zu unterbleiben haben.

Finanzielle Regelungen:

Die Forstverwaltung wird für den Mehraufwand der Arbeiten und für den Minderertrag entschädigt. Die Bewertung dieser Entschädigung erfolgt auf Basis des nachfolgend dargestellten Borkenkäferindex‘. Um die Kosten für die Wildnisgebietsverwaltung nicht unkalkulierbar zu machen, wurde eine Aufrollung vereinbart.

  • Die jährlichen Kosten bleiben gleich und damit im Budget für die Wildnisgebietsverwaltung immer kalkulierbar.
  • Die jährlich zu leistende Zahlung wurde so vereinbart, dass diese im Rahmen des Budgets der Wildnisgebietsverwaltung vertretbar sind und andere wichtige Aufgaben trotzdem erfüllt werden können.
  • Die Forstverwaltung bekommt auf jeden Fall den einvernehmlich festgelegten und ihr zustehenden Gesamtbetrag, nur über Jahre verteilt.
  • Die Forstverwaltung kann für einen bestimmten Zeitraum mit fixen Einnahmen rechnen.

Der Borkenkäferindex

Wesentlichster Punkt ist dabei der Vergleich des durch den Borkenkäfer, insbesondere den Buchdrucker, ausgelösten Schadholzanfalls zwischen der Pufferzone und dem Buchdrucker-relevanten Fichtenanteil des Wirtschaftswaldes (Restrevier) je Hektar. Als Vergleich zur Pufferzone wird dabei der Borkenkäferschadholzanfall jener Waldflächen der Restfläche des Forstrevieres ab einem Fichtenanteil von 3/10 herangezogen. Dieses Verhältnis wird in fm je ha angegeben.

Die Faktoren Kontrollfänge und Klima können unter bestimmten Voraussetzungen bei der Bewertung als Korrektiv herangezogen werden und sie können in weiterer Folge in diese einfließen. Die Beweislast, die zum Einsatz dieser Korrektive führt, liegt bei der Wildnisgebietsverwaltung.

Abbildung 1: Verhältnis Schadholzanfall Pufferzone zu Fichtenwirtschaftswald als Basis zur Berechnung der Entschädigungshöhe

Zwischenbericht

Vier Jahre Habichtskauz-Wiederansiedlungsprojekt - ein Zwischenbericht (Stand: 31. 12. 2012)

Bisherige Ergebnisse

Nachfolgend möchten wir Ihnen einen kurzen Zwischenbericht über die aktuelle Situation der Habichtskäuze im und rund um das Wildnisgebiet Dürrenstein geben.

Die Höhepunkte des Wiederansiedlungsprojektes waren die ersten beiden, sehr erfolgreichen Bruten von Habichtskäuzen in freier Wildbahn. Zwei einjährige Vögel – Weibchen „Schöne Valerie“ (EGS Haringsee) und Männchen „Stefan“ (EGS Haringsee) – brachten sechs Eier hervor, von denen fünf Jungvögel ausflogen. Das einjährige Männchen „Anton“ (Alpenzoo Innsbruck) verpaarte sich mit einem zweijährigen Weibchen, das im Biosphärenpark Wienerwald freigelassen wurde, 20 km vom Wildnisgebiet entfernt. Die beiden brachten fünf Eier hervor, von denen drei Jungvögel ausflogen.

Abbildung: Der erste fütternde Habichtskauz des Wildnisgebietes.

Neben den erfolgreichen Bruten konnten anhand der Telemetrie beachtliche Wanderrouten, Verpaarungen, besetzte Nistkästen, Streifgebiete, Besuch der Futtertische, Aktivitätsmuster und Reviertreue festgestellt werden.

Zwischen Weibchen „Salvatore“ (2009) und Männchen „Franz“ (2010) konnte ab Herbst 2010 eine Verpaarung festgestellt werden. Zwei Nistkästen wurden von solitären Männchen besetzt.

Einige Habichtskäuze des Wildnisgebietes zeigten große Wanderfreude. Manche wanderten in die unterschiedlichsten Gebiete - von den Ebenen der oberösterreichischen Traunauen über den schroff-felsigen Nationalpark Gesäuse bis hin zum Schneebergmassiv - und legten dabei mehr als 100 km zurück.

Aus der Generation 2010 haben 5 von 12 Vögeln einen 50km-Radius um das Freilassungsgebiet verlassen – das Gebiet, in dem laut einer skandinavischen Studie 85% der Vögel im ersten Jahr verweilen. Auch 2012 wanderten einige Jungvögel nach dem Rückgang des Mäusebestandes beachtliche Strecken: Luftlinie zum Freilassungsort 65 km (Schneebergmassiv), 60 km (Ennstal, Selzthal – festgestellt durch den Satellitensender), 40 km (Traisental), 35 km (St. Gallen) und 30 km (Mariazell).

Abbildung: Die Ortungspunkte der zwei Weitwanderer „Annemarie“ und „Konrad“.

Die zwei Weibchen „Konrad“ aus dem Tiergarten Hellbrunn und „Annemarie“ aus Italien hielten sich seit Anfang und Mitte Oktober 2010 nach Wanderrouten von über 100 km sechs Monate (bis März 2011) in ihren Winterrevieren in den oberösterreichischen Traunauen auf, wo sie in ca. 3wöchigem Abstand getrennt voneinander hingewandert waren. Im März 2011 begannen auch sie, wieder zu wandern. Konrad kehrte jedoch in das Areal, in dem er sich während der Wintermonate aufhielt, zurück.

Neben der Wanderung des Männchens „Franz“ ins Gesäuse, waren auch die zwei Männchen „Willi“ (aus Italien) und „Thomas2“ (aus dem Cumberland Wildpark Grünau) vom Wildnisgebiet ins Gesäuse gewandert. „Willi“ hatte in der zweiten Dezemberhälfte im Umkreis des Nationalparks Gesäuse seinen Sender verloren. „Thomas2“ war in einer Woche 50 km gewandert und hielt sich im Dezember 2010 und Jänner 2011 einige Wochen im Nationalpark Gesäuse auf, wo er in Gipfelnähe, auf einer Lärche sitzend, seinen Sender verlor. Ob auch dieser Vogel wie "Franz" wieder umkehrte und in die Nähe seines Freilassungsortes zurückkehrte, konnte bisher nicht verifiziert werden.

Diese Ergebnisse, die nur einen kleinen Einblick in das Geschehen und unsere Arbeit geben können, zeigen die große Bedeutung der radiotelemetrischen Überwachung der Tiere, da nur so Aussagen über die Wanderungen, den Verbleib, das Überleben während der ersten kritischen Phase der einzelnen Vögel und über Verpaarungen und Bruterfolge im Freiland getroffen werden können und damit auch der Erfolg des Projektes nachvollziehbar ist.

Auch aus dem Wienerwald gibt es positive Nachrichten über zahlreiche Bruten und Brutversuche, die auch für dieses Freilassungsgebiet Hoffnung auf die Etablierung des Habichtskauz zulassen. Wir gratulieren dazu dem Team vor Ort!

Abbildung: Ein Habichtskauzpärchen in der Voliere.

Lichtschutzgebiet

Wenn es Nacht wird über dem Dürrenstein

So einzigartig und vielfältig die Schönheit der Natur im Wildnisgebiet bei Tageslicht erlebt werden kann, zeigt sie ihre großartigsten Geheimnisse doch erst nach dem Einbruch der Abenddämmerung. Denn während die vielen nachtaktiven Tierarten dem menschlichen Auge zumeist verborgen bleiben, entfaltet sich über den Köpfen der Besucher eine Pracht, wie sie heute nur mehr an sehr wenigen Orten der Welt erfahren werden kann: Ein nahezu unverfälschter natürlicher Sternenhimmel mit allen seinen Wundern.

Neben den rund 7000 mit freiem Auge sichtbaren Sternen zeigen sich über dem Wildnisgebiet nicht nur so prachtvolle Objekte wie die Milchstraße und das Zodiakallicht, sondern sogar Phänomene wie der so genannte Gegenschein, dessen Sichtbarkeit man in Europa für eine ähnliche Sensation einstuft, wie wenn eine als ausgestorben geglaubte Tierart wiederentdeckt wird.

Im Herzen der Natur

Diesen außergewöhnlich schönen Blick auf den Sternenhimmel verdankt das Wildnisgebiet im Prinzip dem gleichen Umstand wie die Vielfalt und Ursprünglichkeit seiner Flora und Fauna. Es ist die vergleichsweise große Entfernung zu größeren menschlichen Ansiedlungen und die schwierige Erreichbarkeit dieses Urwalds, die ihn wie eine Enklave der unberührten Natur vor den Veränderungen unserer Zeit beschützt.

Doch jeder Wanderer, der das Gebiet um den Dürrenstein schon einmal besucht hat, kann bestätigen, dass die unberührte Natur viel näher liegt, als man zunächst annehmen würde. Eine Wanderung beispielsweise von Göstling zur Ybbstalerhütte ist nicht mehr als ein Tagesausflug und sogar den Gipfel des Dürrensteins erreicht man von den umliegenden Hütten innerhalb weniger Stunden.

Das gilt auch für den dortigen Sternenhimmel: Man muss nicht gleich eine Nachtwanderung unternehmen, um die Pracht von 7000 Sternen genießen zu können, sondern es genügt eine Übernachtung auf der nahe dem Wildnisgebiet gelegenen Ybbstalerhütte bei wolkenlosem Himmel. Wenn der helle Mond gerade unter dem Horizont steht und die viel lichtschwächeren Sterne und Nebel nicht überstrahlt, genügen schon ein paar Schritte vor den Hütteneingang, um einen Sternenhimmel zu erleben, wie es ihn in ganz Europa nur noch sehr selten zu sehen gibt.

Das Schöne erhalten

Damit dieser außergewöhnlich naturnahe Blick auf den Nachthimmel auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt, beschäftigt sich eine Gruppe von Naturschützern und Astronomen seit 2010 damit, den aktuellen Zustand mit modernsten Messmethoden zu erfassen. Zu diesem Zweck wurde auf einer Hütte in rund 1500 m Höhe ein besonders lichtempfindliches Messgerät installiert, dass sekündlich eine Messung der Gesamthelligkeit des Himmels durchführt und somit sehr genaue Aussagen darüber zulässt, wie stark die durch die umliegenden Ansiedlungen verursachte Lichtverschmutzung ist.

Nach einer einjährigen Messkampagne konnte nachgewiesen werden, dass der Nachthimmel über dem Wildnisgebiet eine ähnliche Qualität aufweist, wie man ihn sonst nur bei den größten Sternwarten der Welt in den chilenischen Anden vorfindet.

Schutzmaßnahmen

Die Internationale Astronomische Union hat im Jahr 2006 die Kriterien für so genannte Lichtschutzgebiete definiert. Dabei geht es um eine besondere Form von Naturschutzgebieten, in denen künstliche Beleuchtung so weit wie möglich vermieden, beziehungsweise vollständig abgestellt werden soll (etwa in der Umgebung von Sternwarten).

Das Wildnisgebiet Dürrenstein erfüllt die Kriterien für ein besonders gut geschütztes Lichtschutzgebiet, weshalb derzeit entsprechende Anstrengungen unternommen werden, auch das Wildnisgebiet unter einen derartigen Schutz zu stellen.

Die Messungen werden laufend weitergeführt, um etwaige Veränderungen jederzeit dokumetieren zu können.

Link zu Video über dem Wildnisgebiet Dürrenstein (Copyright Thomas Kurat):

Weitere Informationen:

Für Anfragen:

lightmeter@kuffner-sternwarte.at oder
hans.zehetner@wildnisgebiet.at

Fotos

Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Eine Vervielfältigung oder Verwendung dieser in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne Einholung der ausdrücklichen Zustimmung der Schutzgebietsverwaltung nicht gestattet. Fotoautoren: Thomas Kurat, Markus Reithofer, Günther Wuchterl, Wildnisgebiet Dürrenstein

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Aufenthaltsorte der Habichtskäuze

Um Sie über die Aufenthaltsorte der Habichtskäuze, die im Wildnisgebiet freigelassen wurden, auf dem Laufenden zu halten, wird von uns seit dem Jahr 2010 eine eigene Seite betrieben, auf der Sie sich über den Beobachtungsstand informieren können. Bei zeitgleich über einem Dutzend radiotelemetrisch beobachtete Käuzen ist es nicht möglich, für alle Vögel zu jeder Zeit den gleichen Wissensstand zu präsentieren. Manche Vögel werden über einen langen Zeitraum zu beobachten sein, manche werden leider früh sterben oder ihre Sender vorzeitig verlieren bzw. mausern und wieder andere werden derart weite Distanzen zurücklegen, dass eine weitere Beobachtung nicht möglich sein wird. Die Mitarbeiter des Wildnisgebietes sind aber bemüht, Ihnen möglichst umfassende und langfristig Datenreihen zur Verfügung zu stellen. Die Karte beinhaltet den Namen des Vogels sowie dessen Herkunft, so dass die Züchter sich über den Verbleib ihre Vögel jederzeit informieren können. Eine Aktualisierung derselben erfolgt zumindest einmal wöchentlich, in der Regel freitags.

Zur Auswahl bestimmter Vögel nutzen Sie die Taskleiste auf der linken Seite. Hier können Sie Namen und Herkunftsort des Vogels entnehmen. Zum Hantieren mit der Karte nützen sie die Leiste am linken Bildschirmrand. Sie können sich hier in die Karte hinein- oder herauszoomen, den Kartenausschnitt verschieben und einiges mehr. Nach spätestens 10 Minuten „Einarbeitung“ wird es auch für Sie ein Vergnügen sein, sich regelmäßig selbst über das Wanderverhalten der Habichtskäuze zu informieren. Die Vögel wurden an zwei Volierenstandorten in die Freiheit entlassen, wobei sich ein Standort direkt im Wildnisgebiet und ein weiterer auf Flächen eines Mitarbeiters des Wildnisgebietes befinden. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Fachfrau, Maga. Ingrid Kohl (s. Kontakte).