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Vom Weltkulturerbe ins Weltnaturerbe

Die drei jungen Habichtskäuze, die im Weltkulturerbe Tiergarten Schönbrunn erbrütet wurden, wurden in einem Alter von ca. 90 Tagen aus der Eulenvoliere entnommen, beringt und abgewogen. Danach wurden die zwei Weibchen und das Männchen ins Wildnisgebiet Dürrenstein gebracht, das vor kurzem von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Dort kamen sie in eine geräumige Freilassungsvoliere, um sich im Wildnisgebiet einzugewöhnen. In dieser Zeit kräftigten sie ihre Flugmuskulatur und nahmen die neue Geräuschkulisse wahr. Am 19. Juli 2017 war es dann so weit: die jungen Habichtskäuze schienen fit genug zu sein, um sie freizulassen. Tierpflegerin Regina Riegler vom Tiergarten Schönbrunn, die die drei Jungen seit deren Schlupf versorgt hatte, kam ins Wildnisgebiet auf Besuch, um die Jungen in die Freiheit zu entlassen. Die Wettervorhersage war trocken und stabil. So wurde das Freilassungstor in der Abenddämmerung geöffnet.

Die drei Jungeulen konnten den Zeitpunkt des Verlassens der Voliere frei wählen. Ab diesem Zeitpunkt sind sie mehr oder weniger auf sich gestellt. Zur Sicherheit gibt es in der Nähe der Voliere erhöhte Futtertische, auf denen Ratten als Futter ausgelegt werden. Die Ratten werden im Falle eines Nahrungsengpasses gerne angenommen. So bleibt es zu hoffen, dass sie erfolgreich die Geschlechtsreife erlangen und sich ab dem nächsten Frühjahr am Brutgeschehen beteiligen!

 

Text: Regina Riegler, Ingrid Kohl

Fotos: Wolfgang Alfanz, Ingrid Kohl