Die Jagdflüge der Habichtskäuze

Alle jungen Habichtskäuze, die heuer dem Wildnisgebiet aus dem Zuchtnetzwerk für das Wiederansiedlungsprojekt zur Verfügung standen, sind freigelassen. Heuer wurden 21 Jungkäuze im und um das Wildnisgebiet freigelassen. Aus den Naturbruten schafften es heuer zumindest 13 Jungvögel zum Ausfliegen. Nahe des Freilassungsortes kehren die Jungkäuze regelmäßig zu den "Futtertischen" zurück, bis sie die Jagd perfektioniert haben. Während sie von ihren Streifzügen zu den Futtertischen zurückkehren, konnten unserem Kollegen Franz Aigner bis jetzt einige Videoaufnahmen von den Beuteanflügen der Jungkäuze gelingen.

Das Revier eines Habichtskauz-Paares kann mehrere Quadratkilometer umfassen. Habichtskäuze sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, können während der Aufzuchtsperiode und an strengen Wintertagen regelmäßig auch tagaktiv sein. Das Flugbild des Habichtskauz‘ ist vor allem durch den langen Steuerschwanz geprägt. Mebs & Scherzinger (2008) beschreiben die Bewegungen des Habichtskauz‘ als "kraftvoll sicher, mitunter auch ruckartig hektisch". Die Flugbahn des Habichtskauz‘ in alten Wäldern bezeichnen sie als "geradlinig im Wipfelniveau, mit steifen Segelstrecken in relativ langsamem Tempo". Der Start von der Sitzwarte wird beschrieben als schräger Steilflug, von dem sie sich in segelnden Gleitflug knapp über dem Boden fangen und in zügiger Bahn mit flachem Flügelschlag knapp über den Boden gleiten.
Quelle:
Mebs & Scherzinger 2008: Die Eulen Europas. Biologie, Kennzeichen, Bestände. Kosmos, Stuttgart, 398 S.

Bewegungsweise und Flug:
"Die Bewegungen sind kraftvoll sicher, mitunter auch ruckartig-hektisch. Die sehr kräftigen Eulen gehen, laufen und hoppeln auf dem Boden, die Beine energisch aufsetzend und mit gewichtiger Landung. In alten Wäldern führt die Flugbahn geradlinig im Wipfelniveau, mit steifen Segelstrecken in relativ langsamem Tempo. Mit nur geringfügigen Steuerungsmanövern kann die Eule dabei auch dichte Baumkronen – ohne Flügelschlag – sicher queren. Beim Start von der Sitzwarte am Waldrand lässt sie sich in schrägem Steilflug fallen, fängt sich in segelndem Gleiten knapp über dem Boden und quert die Lichtung – in oft nur 0,5-1 m Höhe – in zügiger Bahn, mit relativ flachem Flügelschlag. Weitausholender Flügelschlag hingegen beim Aufsteilen im Waldbestand bzw. beim Hangaufwärtsfliegen." "Der lange Schwanz verleiht dem Habichtskauz, trotz seines relativ großen Körpergewichts, hohe Wendigkeit, was vor allem bei Angriffsflügen gegen Feinde und bei der Jagd auf fliegende Beute zur Geltung kommt: mit Anflug in engen Spiralen, Verharren im Rütteln, plötzlichen Wendungen vor dem Zupacken und jähem Richtungswechsel bei der Verfolgung von Beute im Flattersprung."


Playlist auf Youtube: Videoaufnahmen Wildnisgebiet Dürrenstein

Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union
Wildnisgebiet Dürrenstein mit freundlicher Unterstützung von Europäischer Union, Land Niederösterreich, Lebensministerium

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