Gäste in den Fledermausquartieren

Auch in diesem Jahr wurden (bis auf wenige Ausnahmen) alle 150 Quartierkästen in Niederösterreich (Raum Lunz, Göstling, Hollenstein) und der Steiermark (Raum Palfau, Salza- und Lassingtal) zweimal kontrolliert, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst 2017.

Nachdem die Kästen 2013 und 2014 angebracht wurden, dauerte es mehrere Jahre, bis sie häufiger von Fledermäusen frequentiert wurden: 2016 wurden z.B. 16 Tiere nachgewiesen, 2017 waren es bereits 24 Tiere. Das ist ein deutlicher und erfreulicher Zuwachs.

Eine genaue Bestimmung der Fledermäuse ist, vor allem wenn sie sich in den obersten Winkel der Quartierbretter verkrochen haben, nicht immer möglich, da das Verletzungsrisiko beim Herausholen zu groß wäre. Trotzdem lässt sich sagen, dass die Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus) am häufigsten in den Quartieren anzutreffen sind. Rang 2 belegt die Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus). Erfreulich ist auch der Nachweis eines Langohrs, vermutlich ein Braunes Langohr (Plecotus auritus).

Die Fledermausbretter aus Lärchenholz sind übrigens deutlich beliebter als die Rundkästen aus Holzbeton. Drei Bretter sind bereits richtige „Stammlokale“, in denen bereits das vierte Jahr in Folge immer wieder Fledermäuse nachgewiesen werden.