Ausgangslage:
Der Habichtskauz, der in Österreich durch direkte Verfolgung und durch Lebensraumzerstörung als ausgestorben gilt, soll in einem mehrjährigen Projekt durch gezielte Maßnahmen in Österreich, beginnend mit Niederösterreich, wieder angesiedelt werden. Diese jagdlich heute nicht mehr relevante Eulenart bevorzugt buchenreiche Wälder, wo sie in Baumhöhlen oder Greifvogelhorsten brütet. Sie kann daher ebenso wie der Waldkauz als „Waldeule“ bezeichnet werden. Als Freilassungsorte werden daher die naturnahen Wälder des Wildnisgebietes Dürrenstein und der Biosphärenpark Wiener Wald genutzt. Unter der Leitung des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien wurde in Zusammenarbeit mit den beiden genannten Schutzgebieten sowie der Österreichischen Bundesforste AG, den Ländern Niederösterreich und Wien, der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) und einer Vielzahl von Zoos (Österreichische Zoo Organisation) und Privatpersonen ein Wiederansiedlungsprojekt auf die Beine gestellt, das in absehbarer Zukunft die Etablierung einer überlebensfähigen Habichtskauzpopulation in Österreich ermöglichen soll.
Ziele:
- Aufbau eines Zuchtstocks unter Einbindung der Österreichischen Zoo Organisation (OZO), allen voran Schönbrunn, der EGS unter der Leitung von Dr. Hans Frey und privater Personen (z. B.: Pflege- und Forschungsstation f. Eulen und Greifvögel OAW von Reinhard Osterkorn).
- Jährliche Freilassung von 10 – 20 Käuzen im Wildnisgebiet Dürrenstein und im Biosphärenpark Wiener Wald
- Etablierung einer Kernpopulation ausgehend von den obig genannten Freilassungsgebieten
- Anbindung der Population an bestehende Vorkommen im Ausland
- Das Projekt ist ein effektiver Schritt um dem Nachhaltigkeitsprinzip und der Biodiversitätskonvention des Regierungsprogramms gerecht zu werden
- Der umweltpädagogische Aspekt liegt in der Illustration sensibler Prozesse im Waldökosystem.
Geplanter Zeitrahmen:
Erste Projektsphase mit ersten Freilassungen: 5 Jahre (2008 bis 2013)
Neben den offiziellen Projektpartnern (s. Logoleiste) unterstützt der Verein für Tier- und Naturschutz das Wildnisgebiet Dürrenstein regelmäßig bei seiner Arbeit. Die Gelder finden auch im Rahmen des Habichtskauzprojektes Verwendung.
Projektträger:
Weitere Informationen zum Projekt sind unter http://www.habichtskauz.at zu finden, sowie auf den Homepages der Projektpartner:
Land Niederösterreich: http://www.noe.gv.at/
Europäische Union: Österreichisches Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2007-2013: http://www.noe.gv.at
Österreichische Bundesforste AG: http://www.oebf.at
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie: http://www.fiwi.at
Projektpartner:
Österreichische Zoo Organisation: http://www.ozo.at
Eulen und Greifvogelschutz Österreich: http://www.egsoesterreich.org
Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien: http://www.wien.gv.at/
Lebensregion Biosphärenpark Wienerwald: http://www.bpww.at
Verein für Tier- und Naturschutz in Österreich: http://www.tierundnaturschutz.at
Verein für Tier- Umwelt- und Naturschutz in Österreich: http://www.tier-umwelt-natur.at
Wildnisgebiet Dürrenstein: http://www.wildnisgebiet.at
Neben den offiziellen Projektpartnern (s. Logoleiste) unterstützt der "Verein für Tier- und Naturschutz in Österreich" mit Sitz in Kitzbühel das Wildnisgebiet Dürrenstein regelmäßig bei seiner Arbeit. Die Gelder finden auch im Rahmen des Habichtskauzprojektes Verwendung.
Steckbrief
Neben den offiziellen Projektpartnern (s. Logoleiste) unterstützen der "Verein für Tier- und Naturschutz in Österreich" sowie der „Verein für Tier-Umwelt- und Naturschutz in Österreich“ das Wildnisgebiet Dürrenstein regelmäßig bei seiner Arbeit. Die Gelder finden auch im Rahmen des Habichtskauzprojektes Verwendung.
| Größe: | 54 – 61 cm |
| Flügelspannweite: | ♂: Ø. 115 cm, ♀ Ø 125 cm |
| Gewicht: | ♂: Ø 660 g, ♀: Ø 960 g |
| Geschlechtsreife: | 1. Lebensjahr, brütet jedoch meist erst mit (2) 3 – 4 Jahren |
| Brutplatz: | Baumhöhlen unterschiedlichster Art, aber auch Horste von Greifvögeln |
| Legebeginn: | Mitte Februar bis Mitte April |
| Gelegegröße: | 1 – 6, meist 3 – 4 Eier |
| Legeabstand: | 2 – 3 Tage |
| Bebrütungsbeginn: | Mit dem ersten Ei |
| Brutdauer: | 28 Tage |
| Nestlingszeit: | Ca. 5 Wochen, erst mit 90 Tagen beherrschter Ruderflug |
| Selbstständigkeit: | Beginnt mit ca. 100 Tagen |
| Fortpflanzungsrate: | Zwischen 0,9 und 2,9 Jungen pro begonnener Brut |
| Überlebensrate: | Ca. 60 % überleben im Mittel das 1. Lebensjahr |
| Nahrung: | Zu 70 – 80 % Mäuse unterschiedlichster Art sowie Siebenschläfer. Den Rest der Nahrung bilden Vögel, Frösche, Echsen, Fische und Insekten. |
Mehr Bilder finden Sie in unserem Fotoalbum!
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