Archiv der Kategorie: News aus dem Wildnisgebiet

Gratulation den Gewinnern des Schätzspieles vom WELTNATURERBEFEST

Wir wollten wissen wie viele Bucheckern im Glas sind und es galt genau 610 Stück zu erraten. Mit ihrer Schätzung haben die folgenden Gewinner die begehrten Preise ergattert:

  1. Preis: Regina  Blaimauer - Teilnahme an einer Führung in das Wildnisgebiet Dürrenstein für 2 Personen
  2. Preis:  Leopold Blaimauer - 1 Buch: Wildnisgebiet Dürrenstein – Wäldern aus längst vergangenen Tagen (Bildband)
  3. Preis: Kilian    Hauß - 1 Buch: Die Brutvögel des Wildnisgebiets Dürrenstein
  4. Preis: Hannes Hilbinger - 1 Buch: Die Tagfalter des Wildnisgebietes Dürrenstein
  5. Preis: Kerstin  Heiss - 1 Buch: Die Fische, Amphibien und Reptilien des Wildnisgebietes Dürrenstein

 

Das Team der Schutzgebietsverwaltung des WILDNISGEBIETES DÜRRENSTEIN bedankt sich für die Teilnahme an dem Spiel und wünscht viel Freude mit den Preisen!


Das WeltNATURERBE-Fest – eine Region hat gefeiert!

Trotz des regnerischen Wetters fanden sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher am 8. Oktober in Göstling ein, um gemeinsam mit LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf und Harry Prünster auf die Auszeichnung anzustoßen.

Am Sonntag fand das WeltNATURERBE-Fest zu Ehren des Wildnisgebiets Dürrenstein in Göstling an der Ybbs statt. Auf der Veranstaltung feierten über 400 Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf die Auszeichnung der europäischen Buchenurwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe. Unter ihnen befand sich auch der Direktor des Nationalparks Kalkalpen, Dr. Erich Mayrhofer, denn auch im Nationalpark wurden Buchenwälder in das Weltnaturerbe aufgenommen. Die Festgemeinschaft ließ sich von Moderator Harry Prünster durch den Tag führen und genoss dabei regionale Köstlichkeiten, wie das speziell für das Fest gebraute WeltNATURERBE-Bier und die von den Bäuerinnen kreierte süße Wildnisgebiet-Spezialität. „Wir möchten den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern die Bedeutung und den Wert unserer Natur und der Schutzgebiete im Naturland Niederösterreich näher bringen. Das WeltNATURERBE-Fest bietet den perfekten Rahmen, um das UNESCO-Weltnaturerbe Wildnisgebiet Dürrenstein einerseits zu feiern und es andererseits bei den geführten Wanderungen im Leckermoor zu entdecken“, so LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf. In seiner Ansprache betonte Stephan Pernkopf die herausragende Arbeit des gesamten Wildnisgebietsteams rund um Christoph Leditznig, ohne welches dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.

Auch die drei Wildnisgebiets-Bürgermeister LAbg. Renate Gruber (Gaming), Friedrich Fahrnberger (Göstling/Ybbs) und Martin Ploderer (Lunz/See) betonten, dass diese einzigartige Auszeichnung für die gesamte Region einen Mehrwert bedeuten wird. Sie sehen das Wildnisgebiet bzw. das Weltnaturerbe als integratives Element für das südwestliche Niederösterreich, das gerade in einer sich ändernden „Tourismuslandschaft“ als „Zugpferd“ gesehen werden kann. Christoph Leditznig hielt in seiner Kurzvorstellung fest: „Das Wildnisgebiet Dürrenstein ist ein kleiner Baustein, im Bestreben auf ökologisch wertvollen Flächen Natur Natur sein zu lassen. Der Mensch sei hier nur Beobachter und Lernender.“ „Nur so können wir die Natur in seiner ursprünglichsten Form erhalten und den nächsten Generationen übergeben,“ so Leditznig weiter.

Die Initiative ‚Naturland Niederösterreich‘ hat sich zum Ziel gesetzt, die natürliche Vielfalt im Bundesland aufzuzeigen und Bewusstsein für den Wert und die Notwendigkeit der Erhaltung unserer Naturräume zu schaffen. Das WeltNATURERBE-Fest bot den vielen Naturinteressierten die Gelegenheit, um die Natur vor der Haustür besser kennen zu lernen. Am Fest konnte das abwechslungsreiche Programm die Besucherinnen und Besucher, trotz des schlechten Wetters, begeistern. Nach dem Festprogramm mit Stargast Harry Prünster fand die Veranstaltung mit dem Frühschoppen und der Musikkapelle aus Göstling einen gemütlichen Ausklang. Informationsstände zum Wildnisgebiet Dürrenstein, dem Naturland Niederösterreich, der Energie- und Umweltagentur NÖ und dem Nationalpark Kalkalpen versorgten die Festgäste mit interessanten Fakten. Für die kleinen Besucherinnen und Besucher gab es ein spannendes Kinderprogramm mit lehrreichen Wissensspielen.


Gäste in den Fledermausquartieren

Auch in diesem Jahr wurden (bis auf wenige Ausnahmen) alle 150 Quartierkästen in Niederösterreich (Raum Lunz, Göstling, Hollenstein) und der Steiermark (Raum Palfau, Salza- und Lassingtal) zweimal kontrolliert, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst 2017.

Nachdem die Kästen 2013 und 2014 angebracht wurden, dauerte es mehrere Jahre, bis sie häufiger von Fledermäusen frequentiert wurden: 2016 wurden z.B. 16 Tiere nachgewiesen, 2017 waren es bereits 24 Tiere. Das ist ein deutlicher und erfreulicher Zuwachs.

Eine genaue Bestimmung der Fledermäuse ist, vor allem wenn sie sich in den obersten Winkel der Quartierbretter verkrochen haben, nicht immer möglich, da das Verletzungsrisiko beim Herausholen zu groß wäre. Trotzdem lässt sich sagen, dass die Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus) am häufigsten in den Quartieren anzutreffen sind. Rang 2 belegt die Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus). Erfreulich ist auch der Nachweis eines Langohrs, vermutlich ein Braunes Langohr (Plecotus auritus).

Die Fledermausbretter aus Lärchenholz sind übrigens deutlich beliebter als die Rundkästen aus Holzbeton. Drei Bretter sind bereits richtige „Stammlokale“, in denen bereits das vierte Jahr in Folge immer wieder Fledermäuse nachgewiesen werden.


Am 8. Oktober findet das WeltNATURERBE-Fest statt

Das gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen wird das Wildnisgebiet Dürrenstein das erst UNESCO-Weltnaturerbe in Österreich: Das wollen wir am 8. Oktober in Göstling an der Ybbs feiern!

• Sonntag, 8. Oktober 2017
• Göstling an der Ybbs, Dorfplatz
• Beginn: 11.00 Uhr

Ein unterhaltsames Programm und schmackhafte Köstlichkeiten aus der Region erwarten Sie!

Programm des WeltNATURERBE-Festes

ab 11.00 Uhr:
Festprogramm mit LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf und Stargast Harry Prünster mit anschließendem Frühschoppen der Blasmusikkapellen Gaming, Göstling und Lunz
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Programmhighlights

• Anstich WeltNATURERBE-Bier
• Präsentation der süßen Wildnisgebiet-Spezialität
• Kostenlose geführte Wanderungen im Leckermoor
• Auftritt der Kinderschuhplattler
• Kinderprogramm
• Freie Verpflegung
• Gewinnspiel mit tollen Preisen (Hauptpreis: Teilnahme an einer Führung in das Wildnisgebiet Dürrenstein für 2 Personen)

Das Wildnisgebiet Dürrenstein und die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) versorgen Sie vor Ort nicht nur mit Informationen über das Naturland NÖ, sondern verköstigen Sie auch mit regionalen Schmankerln von "So Schmeckt NÖ".


Erstentdeckung Waldohreulen

Am 14. August 2017 wurde im Wildnisgebiet ein neuer Brutvogel für das Wildnisgebiet entdeckt: die Waldohreule! Somit sind 6 Eulenarten für das Wildnisgebiet bekannt, wovon 5 Arten im Wildnisgebiet brüten. Nicht nur für das Wildnisgebiet ist die Erstentdeckung bemerkenswert: Hiermit handelt es sich mit über 1.400 m Seehöhe um den bisher höchstgelegenen Brutnachweis der Waldohreule für Niederösterreich bzw. um einen der höchstgelegenen Brutnachweise für Österreich.

Im Zuge einer pflanzen- und schmetterlingskundlichen Exkursion am 14. August 2017 erkundeten Eulen- und Schmetterlingsforscher Gerhard Rotheneder, Schmetterlingsforscher Wolfgang Stark sowie Botaniker Thomas Gassner das Wildnisgebiet oberhalb der Waldgrenze. Bereits bei Einbruch der Dunkelheit waren in nächster Nähe junge Waldohreulen zu hören. Es waren zumindest drei verschiedene Jungvögel zu vernehmen. Die Tiere waren die ganze Nacht hindurch sehr aktiv und ruffreudig.

Am 26. August 2017 konnte die Beobachtung durch Eulenforscher Thomas Hochebner bestätigt werden. Die jungen Waldohreulen begannen in der Dämmerung zu rufen und riefen immer wieder durch die Nacht hindurch.

Das Team des Wildnisgebietes freut sich sehr über die Neuentdeckung und dankt den Mitarbeitern des Kleineulenprojektes, Herrn Gerhard Rotheneder und Herrn Thomas Hochebner, für die Erstentdeckung sowie Wiederbestätigung der jungen Waldohreulen im Wildnisgebiet!


Vom Weltkulturerbe ins Weltnaturerbe

Die drei jungen Habichtskäuze, die im Weltkulturerbe Tiergarten Schönbrunn erbrütet wurden, wurden in einem Alter von ca. 90 Tagen aus der Eulenvoliere entnommen, beringt und abgewogen. Danach wurden die zwei Weibchen und das Männchen ins Wildnisgebiet Dürrenstein gebracht, das vor kurzem von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Dort kamen sie in eine geräumige Freilassungsvoliere, um sich im Wildnisgebiet einzugewöhnen. In dieser Zeit kräftigten sie ihre Flugmuskulatur und nahmen die neue Geräuschkulisse wahr. Am 19. Juli 2017 war es dann so weit: die jungen Habichtskäuze schienen fit genug zu sein, um sie freizulassen. Tierpflegerin Regina Riegler vom Tiergarten Schönbrunn, die die drei Jungen seit deren Schlupf versorgt hatte, kam ins Wildnisgebiet auf Besuch, um die Jungen in die Freiheit zu entlassen. Die Wettervorhersage war trocken und stabil. So wurde das Freilassungstor in der Abenddämmerung geöffnet.

Die drei Jungeulen konnten den Zeitpunkt des Verlassens der Voliere frei wählen. Ab diesem Zeitpunkt sind sie mehr oder weniger auf sich gestellt. Zur Sicherheit gibt es in der Nähe der Voliere erhöhte Futtertische, auf denen Ratten als Futter ausgelegt werden. Die Ratten werden im Falle eines Nahrungsengpasses gerne angenommen. So bleibt es zu hoffen, dass sie erfolgreich die Geschlechtsreife erlangen und sich ab dem nächsten Frühjahr am Brutgeschehen beteiligen!

 

Text: Regina Riegler, Ingrid Kohl

Fotos: Wolfgang Alfanz, Ingrid Kohl

 

 

 


Das Wildnisgebiet wird UNESCO-Weltnaturerbe!

BM Rupprechter und LH-Stv. Pernkopf (von links) im Wildnisgebiet © NOEN, Büro Landesrat Pernkopf
BM Rupprechter und LH-Stv. Pernkopf (von links) im Wildnisgebiet © NOEN, Büro Landesrat Pernkopf

LH-Stv. Pernkopf: Ist stolz auf erstes UNESCO-Naturerbe Österreichs

Mit der Welterbekonvention hat die UNESCO das Instrument zur Einrichtung von Welterben (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) ins Leben gerufen. Motivation dahinter ist die Erhaltung von Denkmälern, Landschaften und Naturräumen, die auf Grund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltweit bedeutend sind und für die Nachwelt bewahrt werden sollen. Dazu trifft sich das World Heritage Committee einmal im Jahr und entscheidet über die Anerkennung der von den jeweiligen Staaten nominierten Stätten.

Im Zuge ihrer Jahrestagung hat das UNESCO-Welterbekomittee in Krakau bekanntgegeben, dass das Wildnisgebiet Dürrenstein zum UNESCO-Weltnaturerbe erhoben wird. Damit werden ca. 50 % des Wildnisgebietes Dürrenstein mit seinem Fichten-Tannen- Buchenurwald und naturnahen alten Buchenwäldern zum Weltnaturerbe erhoben. Die Anerkennung ist eine besondere Auszeichnung, die den hohen Wert dieser Waldflächen ferner bestätigt. Der für den Naturschutz in Niederösterreich zuständige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf freut sich: „Wir können zu Recht stolz auf unser einzigartiges Wildnisgebiet sein. Das erste Weltnaturerbe Österreichs in Niederösterreich zu beheimaten ist eine riesige Auszeichnung und bestätigt den Wert und auch die Erfolge unserer Naturschutzarbeit im großen Naturland Niederösterreich.“

Die Schutzkategorie „Wildnisgebiet“ bezeichnet die höchste Schutzkategorie gemäß IUCN (Weltnaturschutzorganisation). Wegen seiner Ursprünglichkeit und Unberührtheit ist das Gebiet das erste und einzige Wildnisgebiet Österreichs. Den Grundstein für Erhalt der Urwälder hat 1875 der damalige Besitzer Albert Rothschild gelegt, der verfügt hat, dass der sogenannte Rothwald nicht forstlich genutzt und sich selbst überlassen werden soll.

Mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein, das den größten Urwald des gesamten Alpenbogens einschließt, wurde auch Teile des Nationalparks Kalkalpen gemeinsam mit anderen Buchenwäldern Europas zum Weltnaturerbe „Buchenwälder Europas“ erhoben. Früher beherrschten Buchenwälder das Landschaftsbild Mitteleuropas, heute sind davon nur noch wenige in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Der unter Federführung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) abgewickelte Zertifizierungsprozess konnte nun positiv abgeschlossen werden – das Wildnisgebiet Dürrenstein wurde gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen und einigen anderen europäischen Buchenwäldern als UNESCO-Weltnaturerbe bestätigt. Pernkopf, der in der Region beheimatet ist und das Wildnisgebiet seit langen Jahren kennt und unterstützt, dankt abschließend dem Managementteam des Wildnisgebiets rund um Geschäftsführer Dr. Christoph Leditznig: „Sie leisten großartige Arbeit für die Region und für unser gesamtes Naturland Niederösterreich!“

 


Der hundertste Nistkasten

Im zehnten Jahr des Habichtskauzprojektes ist es uns gelungen, den hundertsten Nistkasten in der Region um das Wildnisgebiet zu montieren! Am 30. Juni 2017 war es so weit: nach zwei Nistkastenmontagen bei privaten Grundbesitzern – herzlichen Dank an diese für ihre Bereitschaft! – montierten wir auf Flächen der Österreichischen Bundesforste den einhundertsten Lärchennistkasten. Das stolze Montageteam waren ÖBf- & Wildnisgebietsmitarbeiter Stefan Schörghuber, Wildökologe Christoph Kainz, der seit 2014 am Kleinsäuger-Monitoring im Rothwald beteiligt ist, Landschaftsarchitekt Matthias Kainz sowie Wildnisgebietsmitarbeiterin Ingrid Kohl.

Unser Dank gilt den Österreichischen Bundesforsten für die jahrelange vorbildliche Zusammenarbeit, unter anderen dem ÖBf-Revierleiter Markus Jagersberger, in dessen Revier der hundertste Nistkasten montiert wurde. Danke an alle Kollegen, die mit ihrem großen Einsatz, Werkzeug, handwerklichem Geschick, Teamgeist und Freude in steilem Gelände über Jahre den Aufbau des Nistkastennetzwerks ermöglicht haben! Ein Dank an die Lebenshilfe für den Bau der Nistkästen sowie der Dachdeckerei Leichtfried aus Waidhofen an der Ybbs und Göstling an der Ybbs für die Bereitstellung der Dachplanen.

Nach der Montage von hundert Nistkästen ist ein Grundstock von Bruthilfen für die Habichtskäuze gelegt als Starthilfe für die Wiederansiedlung in Österreich. Neben dem Aufbau des Nistkastennetzwerks darf aber auf das Wichtigste nicht vergessen werden: auf die Schaffung und Erhaltung von natürlichen Brutplätzen: mächtige Totholzbäume mit großen Höhlen als Brutplatz für unsere größte Waldeule!

Fotos: Christoph Kainz, Matthias Kainz, Ingrid Kohl


Neue Angebote der Ybbstaler Alpen führen in den Urwald

Der Verein Ybbstaler Alpen hat Pakete zusammengestellt, die Besuchern ein mehrtägiges Programm in der Region bieten. Ausflugsziele sind dabei auch die begehrten Führungen ins Wildnisgebiet.

Wildes Wochenende

Bach im Rothwald, Wildnisgebiet Dürrenstein, Foto: Christoph Leditznig
Bach im Rothwald, Wildnisgebiet Dürrenstein, Foto: Christoph Leditznig

359,-

Inkludierte Leistungen:

Preis pro Person:

  • im Doppelzimmer (Kategorie Premium) € 359,-

Preise exkl. Nächtigungstaxe, Näheres unter: www.niederoesterreich.at/taxen

Angebotszeitraum

  • gültig von 05.07.2017 - 09.07.2017

 

 

Wilde Wälder

Wildnisgebiet Dürrenstein, Totholz im Urwald Rothwald, Foto: Werner Gamerith
Wildnisgebiet Dürrenstein, Totholz im Urwald Rothwald, Foto: Werner Gamerith

ab € 213,-

Inkludierte Leistungen:

Preis pro Person (im Doppelzimmer):

  • Kategorie Premium € 262,-
  • Kategorie Standard € 213,-

Preise exkl. Nächtigungstaxe, Näheres unter: www.niederoesterreich.at/taxen

Angebotszeitraum

  • gültig von 24.08.2017 - 27.08.2017

 

 


Unterwegs mit Schnecken-Experten

Michael Duda und Luise Kruckenhauser (NHMW) im Rothwald; Foto: Sabine Fischer

Ende Mai durchstreifte wieder eine Gruppe Malakologen (Schnecken- und Muschelexperten) des Naturhistorischen Museums Wien in Begleitung von Sabine Fischer (Wildnisgebiet Dürrenstein) die Hundsau und den Rothwald. Bisher wurden ca. 70 Land- und Wasserschnecken- sowie 3 Erbsenmuschelarten auf der Fläche des Wildnisgebietes entdeckt, u.a. auch die endemische Zylinder-Felsenschnecke (Cylindrus obtusus), die vorwiegend oberhalb von 1.500m Seehöhe lebt.

Besonders abenteuerlich war der Aufstieg durch den Rothwald zum Oberen Ätztalboden auf 1.400m Seehöhe. Gute Pfadfinderkenntnisse waren gefragt, um den alten, kaum benutzten Jagdsteig nicht zu verlieren. Die vermoorten Flachdolinen und Quellaustritte sowie der Blick auf den Dürrenstein und den 200m höher liegenden Kamm entschädigten für die Strapazen. Mehrere Bodenproben und Moose wurden mitgenommen, um später in Ruhe gesiebt und untersucht zu werden, denn ein heraufziehendes Gewitter erlaubte keinen langen Aufenthalt.