Archiv der Kategorie: News aus dem Wildnisgebiet

Erstentdeckung Waldohreulen

Am 14. August 2017 wurde im Wildnisgebiet ein neuer Brutvogel für das Wildnisgebiet entdeckt: die Waldohreule! Somit sind 6 Eulenarten für das Wildnisgebiet bekannt, wovon 5 Arten im Wildnisgebiet brüten. Nicht nur für das Wildnisgebiet ist die Erstentdeckung bemerkenswert: Hiermit handelt es sich mit über 1.400 m Seehöhe um den bisher höchstgelegenen Brutnachweis der Waldohreule für Niederösterreich bzw. um einen der höchstgelegenen Brutnachweise für Österreich.

Im Zuge einer pflanzen- und schmetterlingskundlichen Exkursion am 14. August 2017 erkundeten Eulen- und Schmetterlingsforscher Gerhard Rotheneder, Schmetterlingsforscher Wolfgang Stark sowie Botaniker Thomas Gassner das Wildnisgebiet oberhalb der Waldgrenze. Bereits bei Einbruch der Dunkelheit waren in nächster Nähe junge Waldohreulen zu hören. Es waren zumindest drei verschiedene Jungvögel zu vernehmen. Die Tiere waren die ganze Nacht hindurch sehr aktiv und ruffreudig.

Am 26. August 2017 konnte die Beobachtung durch Eulenforscher Thomas Hochebner bestätigt werden. Die jungen Waldohreulen begannen in der Dämmerung zu rufen und riefen immer wieder durch die Nacht hindurch.

Das Team des Wildnisgebietes freut sich sehr über die Neuentdeckung und dankt den Mitarbeitern des Kleineulenprojektes, Herrn Gerhard Rotheneder und Herrn Thomas Hochebner, für die Erstentdeckung sowie Wiederbestätigung der jungen Waldohreulen im Wildnisgebiet!


Vom Weltkulturerbe ins Weltnaturerbe

Die drei jungen Habichtskäuze, die im Weltkulturerbe Tiergarten Schönbrunn erbrütet wurden, wurden in einem Alter von ca. 90 Tagen aus der Eulenvoliere entnommen, beringt und abgewogen. Danach wurden die zwei Weibchen und das Männchen ins Wildnisgebiet Dürrenstein gebracht, das vor kurzem von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

Dort kamen sie in eine geräumige Freilassungsvoliere, um sich im Wildnisgebiet einzugewöhnen. In dieser Zeit kräftigten sie ihre Flugmuskulatur und nahmen die neue Geräuschkulisse wahr. Am 19. Juli 2017 war es dann so weit: die jungen Habichtskäuze schienen fit genug zu sein, um sie freizulassen. Tierpflegerin Regina Riegler vom Tiergarten Schönbrunn, die die drei Jungen seit deren Schlupf versorgt hatte, kam ins Wildnisgebiet auf Besuch, um die Jungen in die Freiheit zu entlassen. Die Wettervorhersage war trocken und stabil. So wurde das Freilassungstor in der Abenddämmerung geöffnet.

Die drei Jungeulen konnten den Zeitpunkt des Verlassens der Voliere frei wählen. Ab diesem Zeitpunkt sind sie mehr oder weniger auf sich gestellt. Zur Sicherheit gibt es in der Nähe der Voliere erhöhte Futtertische, auf denen Ratten als Futter ausgelegt werden. Die Ratten werden im Falle eines Nahrungsengpasses gerne angenommen. So bleibt es zu hoffen, dass sie erfolgreich die Geschlechtsreife erlangen und sich ab dem nächsten Frühjahr am Brutgeschehen beteiligen!

 

Text: Regina Riegler, Ingrid Kohl

Fotos: Wolfgang Alfanz, Ingrid Kohl

 

 

 


Das Wildnisgebiet wird UNESCO-Weltnaturerbe!

BM Rupprechter und LH-Stv. Pernkopf (von links) im Wildnisgebiet © NOEN, Büro Landesrat Pernkopf
BM Rupprechter und LH-Stv. Pernkopf (von links) im Wildnisgebiet © NOEN, Büro Landesrat Pernkopf

LH-Stv. Pernkopf: Ist stolz auf erstes UNESCO-Naturerbe Österreichs

Mit der Welterbekonvention hat die UNESCO das Instrument zur Einrichtung von Welterben (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) ins Leben gerufen. Motivation dahinter ist die Erhaltung von Denkmälern, Landschaften und Naturräumen, die auf Grund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltweit bedeutend sind und für die Nachwelt bewahrt werden sollen. Dazu trifft sich das World Heritage Committee einmal im Jahr und entscheidet über die Anerkennung der von den jeweiligen Staaten nominierten Stätten.

Im Zuge ihrer Jahrestagung hat das UNESCO-Welterbekomittee in Krakau bekanntgegeben, dass das Wildnisgebiet Dürrenstein zum UNESCO-Weltnaturerbe erhoben wird. Damit werden ca. 50 % des Wildnisgebietes Dürrenstein mit seinem Fichten-Tannen- Buchenurwald und naturnahen alten Buchenwäldern zum Weltnaturerbe erhoben. Die Anerkennung ist eine besondere Auszeichnung, die den hohen Wert dieser Waldflächen ferner bestätigt. Der für den Naturschutz in Niederösterreich zuständige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf freut sich: „Wir können zu Recht stolz auf unser einzigartiges Wildnisgebiet sein. Das erste Weltnaturerbe Österreichs in Niederösterreich zu beheimaten ist eine riesige Auszeichnung und bestätigt den Wert und auch die Erfolge unserer Naturschutzarbeit im großen Naturland Niederösterreich.“

Die Schutzkategorie „Wildnisgebiet“ bezeichnet die höchste Schutzkategorie gemäß IUCN (Weltnaturschutzorganisation). Wegen seiner Ursprünglichkeit und Unberührtheit ist das Gebiet das erste und einzige Wildnisgebiet Österreichs. Den Grundstein für Erhalt der Urwälder hat 1875 der damalige Besitzer Albert Rothschild gelegt, der verfügt hat, dass der sogenannte Rothwald nicht forstlich genutzt und sich selbst überlassen werden soll.

Mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein, das den größten Urwald des gesamten Alpenbogens einschließt, wurde auch Teile des Nationalparks Kalkalpen gemeinsam mit anderen Buchenwäldern Europas zum Weltnaturerbe „Buchenwälder Europas“ erhoben. Früher beherrschten Buchenwälder das Landschaftsbild Mitteleuropas, heute sind davon nur noch wenige in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Der unter Federführung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) abgewickelte Zertifizierungsprozess konnte nun positiv abgeschlossen werden – das Wildnisgebiet Dürrenstein wurde gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen und einigen anderen europäischen Buchenwäldern als UNESCO-Weltnaturerbe bestätigt. Pernkopf, der in der Region beheimatet ist und das Wildnisgebiet seit langen Jahren kennt und unterstützt, dankt abschließend dem Managementteam des Wildnisgebiets rund um Geschäftsführer Dr. Christoph Leditznig: „Sie leisten großartige Arbeit für die Region und für unser gesamtes Naturland Niederösterreich!“

 


Der hundertste Nistkasten

Im zehnten Jahr des Habichtskauzprojektes ist es uns gelungen, den hundertsten Nistkasten in der Region um das Wildnisgebiet zu montieren! Am 30. Juni 2017 war es so weit: nach zwei Nistkastenmontagen bei privaten Grundbesitzern – herzlichen Dank an diese für ihre Bereitschaft! – montierten wir auf Flächen der Österreichischen Bundesforste den einhundertsten Lärchennistkasten. Das stolze Montageteam waren ÖBf- & Wildnisgebietsmitarbeiter Stefan Schörghuber, Wildökologe Christoph Kainz, der seit 2014 am Kleinsäuger-Monitoring im Rothwald beteiligt ist, Landschaftsarchitekt Matthias Kainz sowie Wildnisgebietsmitarbeiterin Ingrid Kohl.

Unser Dank gilt den Österreichischen Bundesforsten für die jahrelange vorbildliche Zusammenarbeit, unter anderen dem ÖBf-Revierleiter Markus Jagersberger, in dessen Revier der hundertste Nistkasten montiert wurde. Danke an alle Kollegen, die mit ihrem großen Einsatz, Werkzeug, handwerklichem Geschick, Teamgeist und Freude in steilem Gelände über Jahre den Aufbau des Nistkastennetzwerks ermöglicht haben! Ein Dank an die Lebenshilfe für den Bau der Nistkästen sowie der Dachdeckerei Leichtfried aus Waidhofen an der Ybbs und Göstling an der Ybbs für die Bereitstellung der Dachplanen.

Nach der Montage von hundert Nistkästen ist ein Grundstock von Bruthilfen für die Habichtskäuze gelegt als Starthilfe für die Wiederansiedlung in Österreich. Neben dem Aufbau des Nistkastennetzwerks darf aber auf das Wichtigste nicht vergessen werden: auf die Schaffung und Erhaltung von natürlichen Brutplätzen: mächtige Totholzbäume mit großen Höhlen als Brutplatz für unsere größte Waldeule!

Fotos: Christoph Kainz, Matthias Kainz, Ingrid Kohl


Neue Angebote der Ybbstaler Alpen führen in den Urwald

Der Verein Ybbstaler Alpen hat Pakete zusammengestellt, die Besuchern ein mehrtägiges Programm in der Region bieten. Ausflugsziele sind dabei auch die begehrten Führungen ins Wildnisgebiet.

Wildes Wochenende

Bach im Rothwald, Wildnisgebiet Dürrenstein, Foto: Christoph Leditznig
Bach im Rothwald, Wildnisgebiet Dürrenstein, Foto: Christoph Leditznig

359,-

Inkludierte Leistungen:

Preis pro Person:

  • im Doppelzimmer (Kategorie Premium) € 359,-

Preise exkl. Nächtigungstaxe, Näheres unter: www.niederoesterreich.at/taxen

Angebotszeitraum

  • gültig von 05.07.2017 - 09.07.2017

 

 

Wilde Wälder

Wildnisgebiet Dürrenstein, Totholz im Urwald Rothwald, Foto: Werner Gamerith
Wildnisgebiet Dürrenstein, Totholz im Urwald Rothwald, Foto: Werner Gamerith

ab € 213,-

Inkludierte Leistungen:

Preis pro Person (im Doppelzimmer):

  • Kategorie Premium € 262,-
  • Kategorie Standard € 213,-

Preise exkl. Nächtigungstaxe, Näheres unter: www.niederoesterreich.at/taxen

Angebotszeitraum

  • gültig von 24.08.2017 - 27.08.2017

 

 


Unterwegs mit Schnecken-Experten

Michael Duda und Luise Kruckenhauser (NHMW) im Rothwald; Foto: Sabine Fischer

Ende Mai durchstreifte wieder eine Gruppe Malakologen (Schnecken- und Muschelexperten) des Naturhistorischen Museums Wien in Begleitung von Sabine Fischer (Wildnisgebiet Dürrenstein) die Hundsau und den Rothwald. Bisher wurden ca. 70 Land- und Wasserschnecken- sowie 3 Erbsenmuschelarten auf der Fläche des Wildnisgebietes entdeckt, u.a. auch die endemische Zylinder-Felsenschnecke (Cylindrus obtusus), die vorwiegend oberhalb von 1.500m Seehöhe lebt.

Besonders abenteuerlich war der Aufstieg durch den Rothwald zum Oberen Ätztalboden auf 1.400m Seehöhe. Gute Pfadfinderkenntnisse waren gefragt, um den alten, kaum benutzten Jagdsteig nicht zu verlieren. Die vermoorten Flachdolinen und Quellaustritte sowie der Blick auf den Dürrenstein und den 200m höher liegenden Kamm entschädigten für die Strapazen. Mehrere Bodenproben und Moose wurden mitgenommen, um später in Ruhe gesiebt und untersucht zu werden, denn ein heraufziehendes Gewitter erlaubte keinen langen Aufenthalt.


Ein neuer Erlebnisweg im Steinbachtal

Die Bauarbeiten für den Erlebnisweg haben begonnen.  Im Juni wird er gemeinsam mit dem bereits angekündigten Weidenbogen fertig gestellt und eröffnet. Der neue Weg bietet Interessierten eine weitere Möglichkeit auf eigene Faust dazu zu lernen und ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie.

Die Besucher treten durch das Weidentor ihre Wanderung an und finden entlang des Steinbaches Stationen zu verschiedenen Themen. Am Ende des neuen Weges befindet sich der Einstieg zum Eulenweg, der in die Besucherzone des Wildnisgebietes führt.


Band 6 der Silva Fera erschienen

Im Mai 2017 erschien Band 6 unserer wissenschaftlichen Nachrichten "Silva Fera".

Silva Fera 6 (Mai 2017)

Vier Artikel aus unterschiedlichen Fachbereichen zeigen die Vielfalt der Forschungs- und Naturschutzarbeit im Wildnisgebiet:

  • Pollenanalytische Untersuchungen zur Vegetationsgeschichte (A. Brande, K. Splechtna & S. Zerbe)
  • Vergleich verschiedener Telemetrie-Systeme im Wiederansiedlungsprojekt Habichtskauz (I. Kohl & C. Leditznig)
  • Entomofaunistische Untersuchungen: Pflanzenwespen und Hummeln (T. Kust)
  • Das Licht der Nacht über dem Wildnisgebiet (G. Wuchterl - über die Lichtmessungen auf der Legsteinalm)

Der Band kann - wie alle bisher erschienenen Bände - auf unserer Website als Druckversion bestellt oder als PDF-File gratis herunter geladen werden: zum Silva Fera Download.

Wir wünschen eine interessante Lektüre und freuen uns über Anregungen und Beiträge für zukünftige Ausgaben!


Die Exkursion zu den bestehenden Trittsteinflächen des Netzwerk Naturwald

 

Am 8. Mai fand eine Begehung der drei bestehenden Trittsteinflächen des Netzwerk Naturwald, von denen zwei in der Steiermark und einer in Oberösterreich liegen, statt. Das Netzwerk Naturwald hat mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad weit über die Region hinaus. Vor allem im Zusammenhang mit der Pilotregion der Plattform Ökologischer Verbund Alpenkonvention spielt das Projekt eine wichtige Rolle. Die Exkursion dient dazu, den an der Umsetzung beteiligten Personen die Möglichkeit zu bieten, die drei Trittsteinflächen kennen zu lernen und vor allem, anstehende Fragen und die zukünftige Zusammenarbeit zu besprechen. Die bisherigen Ergebnisse des Projekts Netzwerk Naturwald sollen auch dem Bundesminister für Land-, Forst-, Umwelt und Wasserwirtschaft zur Vorbereitung der Ministerkonferenz der Alpenländer, die im Oktober in München stattfindet, vorgelegt werden, in der der BM derzeit den Vorsitz innehat.

1. Trittstein Steinwald, Gemeinde Landl (Größe: 38,1 ha)

Die Fläche schützt sich weitgehend selbst, kann aber gut betrachtet werden. Es besteht also Einigkeit darüber, dass es Sinn macht, diesen Trittstein zu nutzen, um der Öffentlichkeit das Netzwerk Naturwald und den Schutzgebietsverbund zu erklären. Am besten kann dies durch 2 – 3 Tafeln entlang des Wanderwegs in Verbindung mit einer Schautafel im nahe gelegenen Forstmuseum umgesetzt werden. Ein weiteres Thema ist die dauerhafte Auszeichnung der Trittsteinfläche an markanten Punkten durch die NWN Edelstahlplaketten.

2. Trittstein Rutschergraben, Gemeinde St. Gallen (Größe: ca. 40 ha, inkl. Pufferzone unterhalb)

Die Fläche schützt sich weitgehend selbst, ist aber grundsätzlich über das Forststraßennetz erreichbar. Es besteht Einigkeit darüber, dass es kontraproduktiv wäre, diesen Trittstein zu nutzen, um der Öffentlichkeit das Netzwerk Naturwald und den Schutzgebietsverbund zu erklären. Es wäre zu befürchten, dass damit Menschen motiviert werden, diesen entlegenen Trittstein aufzusuchen und sich einerseits in Gefahr zu bringen und andererseits die Ruhe zu stören. Deshalb sollen hier keine Informationstafeln verwendet werden. Ein ausstehendes Thema ist die dauerhafte Auszeichnung der Trittsteinfläche an markanten Punkten durch die NWN Edelstahlplaketten. Dazu wurden Fotopunkte festgelegt, dauerhaft markiert und das Fotomonitoring mit der dazugehörigen Dokumentation gestartet. Ergänzend gibt es einen Steckbrief, der den Charakter und die Lage der Fläche sehr prägnant dokumentiert.

In diesem Trittstein wurde von Mitarbeitern des NPK bereits eine Untersuchung der Käferfauna sowie eine „Biotopkartierung light“ durchgeführt und eine Artenliste begonnen.

3. Trittstein Buglkar /Hochsur, Gemeinde Rosenau am Hengstpass (Größe: 54,7 ha)

Die Fläche schützt sich weitgehend selbst, wird aber im Winter immer wieder von Skitourengehern befahren. Daher wurde diskutiert, ob eine Infotafel mit entsprechenden Erklärungen am Gipfelplateau des Hochsur den Menschen die Besonderheit dieser Fläche bewusst machen und das Abfahren und damit die Störungen verringern kann. Ein weiteres Thema ist die dauerhafte Auszeichnung der Trittsteinfläche an markanten Punkten durch die NWN Edelstahlplaketten. Derzeit sind noch keine Fotopunkte festgelegt und das Fotomonitoring noch nicht gestartet worden.

Eine Untersuchung der Käferfauna wurde bereits durchgeführt und brachte Ergebnisse, die eine besondere Naturnähe der Fläche belegen. Wünschenswert wäre ein Steckbrief der Fläche analog dem Steckbrief der Fläche Rutschergraben der Steiermärkischen Landesforste.

Seggregative versus integrative Maßnahmen

Unstrittig ist, dass auf dem Großteil der großen Fläche des Netzwerk Naturwald nur integrative Maßnahmen realistisch und sinnvoll sind. Trotzdem ist es notwendig, dass einzelne Elemente wie die Trittsteinflächen außer Nutzung sind, um einen funktionalen Verbund zu erreichen.

Weitere Zusammenarbeit im Netzwerk Naturwald

Im Rahmen der nächsten Exkursion sollen auch waldbauliche Maßnahmen in den Blick genommen werden, die die Naturnähe der Bestände erhöhen. Die nächste Zusammenkunft ist für Frühjahr 2018 geplant.

 


Beringen der Jungen Habichtskäuze

Der starke Schneefall Ende April kam nicht nur für uns sehr überraschend. Auch die Habichtskäuze hatten mit Sicherheit nicht mehr damit gerechnet. Daher ist es umso erfreulicher, dass trotzdem von 7 Bruten im Wildnisgebiet Dürrenstein und in der Umgebung 4 erfolgreich waren.

Insgesamt gibt es bisher 14 junge Käuze (1x5 Junge, 1x4 Junge, 2x3 Junge und 1x2 Junge). Von diesen wurden 11 bereits beringt. Die restlichen 3 konnten nicht beringt werden, da es durch den Schnee unmöglich war mit der Ausrüstung rechtzeitig hinzukommen. Die 3 haben aber erfolgreich das Nest verlassen. Ein vierter Junger ist vermutlich aufgrund des Wintereinbruches verhungert. Wir hoffen, dass durch das Verhören von Jungvögeln in Revieren, wo kein Brutplatz gefunden werden konnte, noch die eine oder andere erfolgreiche Brut gefunden wird.

Heuer wurden die Tiere mit hellgrünen Ringen am linken Bein versehen. Um sie von Nachzuchten in den Volieren unterscheiden zu können, wurden sie auch mit schwarzen Aluringen versehen.